ArchivDeutsches Ärzteblatt48/20073 Fragen an… Prof. Dr. med. Oliver Brüstle, Direktor des Instituts für Rekonstruktive Neurobiologie der Universität Bonn

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3 Fragen an… Prof. Dr. med. Oliver Brüstle, Direktor des Instituts für Rekonstruktive Neurobiologie der Universität Bonn

Dtsch Arztebl 2007; 104(48): A-3296 / B-2900 / C-2800

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Prof. Dr. med. Oliver Brüstle
Prof. Dr. med. Oliver Brüstle
Halten Sie die jetzt gelungene Reprogrammierung von menschlichen Hautzellen zu iPS-Zellen für den entscheidenden Durchbruch in der Stammzellenforschung?
Brüstle: Die Ergebnisse sind in der Tat ein entscheidender Schritt nach vorn. Die Perspektive, aus einem menschlichen Fibroblasten eine pluripotente Zelle zu machen, ist faszinierend und hat ein enormes Potenzial für Krankheitsforschung und Zellersatz.

Wird die Forschung an embryonalen Stammzelllinien jetzt überflüssig werden?
Brüstle: Nein, ganz im Gegenteil. Sie wird wichtiger denn je werden. Der beste Beweis ist die Arbeit von Thomson selbst. Hier war es gerade die Arbeit an humanen embryonalen Stammzellen, die es ermöglichte, neue Faktoren für die Reprogrammierung menschlicher Fibroblasten zu identifizieren.

Werden Sie selbst Ihre Forschung neu aus-richten?
Brüstle: Schwerpunkt unserer Arbeiten ist die Gewinnung von Neuronen und Glia aus pluripotenten Stammzellen. Dabei ist die embryonale Stammzelle nach wie vor der beste Ausgangspunkt. Wenn pluripotente Zellen auch über Reprogrammierung adulter Fibroblasten gewonnen werden können, macht dies unsere Verfahren nur interessanter und breiter anwendbar.
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