ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2007Patiententötungen: Noch viele Fragen offen
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Die 305 Opfer von Tötungen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gehen in der schieren Zahl in Anonymität unter. Was wurde aus 1 774 Verdachtsfällen? Der psychologische Ansatz betrachtet Täter und allgemeine gesellschaftliche Veränderungen. Da Serientäter in der rubrizierten Fallzusammenstellung vorgestellt werden, hat die Charakterisierung der Opfer herausragende Bedeutung. Was bestimmte einen Kranken dazu, zum Ziel der Täter zu werden? Lassen sich geschlechtsdifferenzierte Muster unterscheiden? Wann ist die Gefahr für einen hilflosen Menschen im Krankenhaus am größten, getötet zu werden? Der Beitrag erhellt auch nicht die Entdeckung der Tötungen. Wenn „viele Kollegen über ihre Angst, einen vertrauten Mitarbeiter vorschnell und zu Unrecht zu beschuldigen“ berichten, sollten doch einheitliche Beobachtungen dahinterstehen. Oder sind diese emotional getönten Aussagen Ausdruck konstruierender Kausalität bei Menschen, die retrospektiv Erklärungen suchen? Können Gesprächskreise, welche Schwellenängste thematisieren, präventiv wirken: a) zur Verhinderung von Fremdaggressivität? b) zur Einübung von Courage bei Verdachtsfällen? . . .
Dr. med. Martin P. Wedig, Roonstraße 86,
44628 Herne
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