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Früher gab es den klasse Arzt, dann nur noch den Kassenarzt und heute – dank der Hausarztverträge – auch den Kassenclown, der für ein paar Kröten mehr und eine erkaufte Patientenbindung seine letzte Unabhängigkeit opfert bzw. opfern muss. Dabei sind solche Managed-Care- und Pay-for-performance-Strategien die gescheiterten US-amerikanischen Ideologien des letzten Jahrhunderts. Kein Wunder, denn Patienten erleben bis zum Vertragsabschluss Erpressung, Gängelung und Telefonterror bis ins Wochenende hinein. Ärzte müssen sich GKV-konform verhalten, billige Therapien verordnen, Patienten ins DMP drängen und durch QM Scheinqualität auf dem Papier erzeugen, damit sie an Einzelverträgen und Honorar beteiligt werden. Mit der Zwangseinführung der eGK wird dieses Überwachungs- und Steuerungssystem noch ausgebaut werden. Es verwundert nicht, dass der neue Bundesverband der Krankenkassen die künftigen Zulassungsbedingungen für uns „Leistungserbringer“ definieren soll. So werden Ärzte aus der staatlichen GKV-Retorte geboren. Qualität entsteht nicht durch Qual, sondern durch Hinwendung zum Patienten. Das bedeutet mehr Personal, Zeit und Geld. Das müssen wir den politischen Betonköpfen in Berlin immer wieder klarmachen.
Dr. med. Svante Christoph Gehring,
Tannenhofstraße 75, 22848 Norderstedt
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