ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2007Friedrich-Marbod Meissner †: Der erste deutsche Facharzt für Anästhesie

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Friedrich-Marbod Meissner †: Der erste deutsche Facharzt für Anästhesie

Dtsch Arztebl 2007; 104(48): A-3344 / B-2943 / C-2841

Wörz, Roland

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Friedrich-Marbod Meissner. Foto: privat
Friedrich-Marbod Meissner. Foto: privat
Prof. Dr. med. Friedrich-Marbod Meissner, ehemaliger Chefarzt der Abteilung für Anästhesie des Bethesda Krankenhauses in Stuttgart, ist am 8. Oktober im Alter von 84 Jahren gestorben. Er war eine bedeutende Persönlichkeit der Nachkriegsmedizin, der erste deutsche Facharzt für Anästhesiologie.
Nach Erteilung der Approbation 1947 bildete sich Meissner in den USA und in Schweden weiter. 1952 erhielt er die Facharztanerkennung für Anästhesie. Meissner arbeitete unter anderem im Universitätsklinikum Tübingen, wo er die erste deutsche Blutbank aufbaute. 1972 wurde er Chefarzt im Bethesda Krankenhaus. Er richtete für viele Krankenhäuser in Stuttgart einen anästhesiologischen Dienst ein.
Meissner erhielt zahlreiche Auszeichnungen im In- und Ausland. Für seinen Einsatz bei der Rückführung von rund 1 000 deutschen Staatsbürgern während der Nahostkrise 1967 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande. 1993 wurde Meissner für seine Leistungen in der modernen Schmerztherapie das Verdienstkreuz Erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.
Meissner engagierte sich auch im Umweltschutz. Er warnte vor den Folgen von Passivrauchen und Benzindämpfen. Er setzte sich für den Einsatz von Gasrückführsystemen an Zapfsäulen ein. 36 Jahre war er Gesundheitsreferent des Landesnaturschutzverbandes Baden-Württemberg. Priv.-Doz. Dr. med. Roland Wörz
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