ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2007Arzneimittel: Industrie lobt Politik

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Arzneimittel: Industrie lobt Politik

Dtsch Arztebl 2007; 104(49): A-3366 / B-2962 / C-2858

Rabbata, Samir

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Cornelia Yzer: Die Pharmaindustrie nicht als Kostenfaktor, sondern Innovationsmotor sehen. Foto: VFA/Christoph Michaelis
Cornelia Yzer: Die Pharmaindustrie nicht als Kostenfaktor, sondern Innovationsmotor sehen.
Foto: VFA/Christoph Michaelis
Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) bewertet die Wirtschafts- und Forschungspolitik der Bundesregierung positiv. Anscheinend habe ein Umdenken stattgefunden. „Die Pharmaindustrie wird nicht mehr nur als Kostenfaktor gesehen, sondern zunehmend als Innovationsmotor“, sagte VFA-Hauptgeschäftsführerin Cornelia Yzer bei der Mitgliederversammlung ihres Verbandes in Berlin. Der neue Vorsitzende des VFA, Dr. Wolfgang Plischke, schränkte jedoch ein: „Wenn wir in der globalisierten Pharmaindustrie mithalten wollen, brauchen wir eine vernetzte Wirtschafts-, Forschungs- und Gesundheitspolitik.“ Bislang sei der Arzneimittelmarkt in Deutschland überreguliert. Patienten, Ärzte und Investoren würden durch zu viel Bürokratie ausgebremst.
Zufrieden zeigten sich die Verbandsvertreter mit der sogenannten Hightech-Strategie des Bundes. Thomas Rachel, parlamentarischer Staatssekretär im Bun­des­for­schungs­minis­terium, wies darauf hin, dass der Bund mit dieser Initiative die Kräfte von Wirtschaft und Wissenschaft bündeln will. So stellt die Regierung für 17 Wirtschaftsfelder insgesamt rund 15 Milliarden Euro für Spitzentechnologien und technologieübergreifende Querschnittsmaßnahmen bereit. In den Gesundheitsbereich investiert die Bundesregierung jährlich rund 150 Millionen Euro, um Krankheitsursachen zu ergründen und wirksame Behandlungsmethoden zu entwickeln.
Plischke zufolge kommt es für den Investitionsstandort Deutschland darauf an, ein stimmiges Gesamtbild aus Investitionen der Wirtschaft, motiviertem Personal und forschungsfreundlichen Rahmenbedingungen zu schaffen. Innovationen fielen nicht vom Himmel, sie bräuchten ein Klima der Offenheit. SR
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