ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2007Der neue EBM: Vorschläge ignoriert
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Der EBM 2008 ist wider alle selbstgerechten Lobeshymnen der KBV-Spitze ein Schlag ins Gesicht der qualifizierten pädiatrischen hausärztlichen Versorgung. Die Besonderheiten der hausärztlichen Kinder- und Jugendmedizin wurden auf dem Altar des Konsenses und der Termineinhaltung geopfert. Zuvor abgesprochene Vorschläge aus den Reihen der Pädiater wurden ignoriert bzw. gestrichen, z. B. die gesamte Entwicklungsdiagnostik und die Forderung der kindgerechten Hilfen. Die aufwendigen Vorsorgen sind weiterhin völlig unzureichend bewertet. Dagegen findet man in aberwitziger Spiegelung des Allgemeinarztkapitels Gebührenziffern wie 04321/Belastungs-Elektrokardiografie (Belastungs-EKG) oder 04331/ Prokto-/Rektoskopischer Untersuchungskomplex mit 04332/Zuschlag zu der Gebührenordnungsposition 04331 für die Polypenentfernung(en) wieder . . . Das können, dürfen und werden sich die Kinder- und Jugendärzte nicht gefallen lassen. Wir fragen uns zunehmend, ob wir durch die Selbstverwaltungsorgane noch hinreichend vertreten werden. Wenn nicht eine schnelle Schadensbegrenzung erfolgt, beantwortet sich diese Frage von selbst, mit allen möglichen Konsequenzen.
Dr. Klaus Rodens, Angertorstraße 6,
89129 Langenau
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