ArchivDeutsches Ärzteblatt14/1997Nach Turnierschluß notiert

THEMEN DER ZEIT: Reportage

Nach Turnierschluß notiert

Werner, Helmut

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LNSLNS Die letzten Reden waren gehalten (Dank an die Veranstalter und die Tunierleitung), die abschiedslaunischen Worte von Dr. Pfleger verklungen, die (Schach-)Figuren eingesammelt. Was bleibt als Erinnerung an dieses sonnige Märzwochenende der 5. Schachmeisterschaften für Ärzte in Wiesbaden?
Die kollegiale Atmosphäre von Beginn an. Alte Bekannte trafen sich wieder, neue Schachfreundschaften sind entstanden. Die leidige Berufspolitik war (wie von Frau Dr. Ursula Stüwe, Vorstandsmitglied der hessischen Lan­des­ärz­te­kam­mer, bei der Begrüßung der Teilnehmer versprochen) an diesen beiden Tagen vergessen. Schachsportlich dann die große Leistung des Siegers des Blitzturniers, Dr. Adrian Moise aus Kreischa (zwölf Punkte aus dreizehn Partien). Ebenso - als Parallelveranstaltung an diesem Freitagabend - die Simultanschachdemonstration der beiden Internationalen Schachgroßmeister Lothar Schmid und Dr. Helmut Pfleger (Schmid zwanzig Siege, eine Niederlage gegen Dr. Kovacevic aus Offenbach, Dr. Pfleger 18 Siege, vier Remispartien). Schließlich das Turnier selbst: Schachmeister der Ärzte 1997 in der einzigartigen Kulisse der Wiesbadener Kurhauskolonnaden wurde Alexander Goldberg aus Dresden (7,5 Punkte aus neun Partien), der den lange führenden Dr. Hans-Jörg Cordes aus Dreieich in einem spannenden Endkampf noch abfangen konnte. Und dann war da noch dieser großartige Vortrag von Dr. Timm Ludwig aus Emmendorf, im Verein mit Dr. Pfleger (Schachdemonstration) am Samstagabend. Thema: "Krankheit und Charisma - Charousek und Chopin." Ein Wort noch zum Initiator dieses Turniers: Dr. Helmut Pflegers unnachahmliche Art, Schach zu transportieren, es mediengerecht aufzubereiten und zu vermitteln, ist allen Schachinteressierten hinlänglich bekannt. Ihn im Kreise seiner Berufskollegen fachsimpelnd und analysierend zu erleben war für alle Beobachter ein zusätzlicher Genuß.
Die 5. Schachmeisterschaft ist Vergangenheit, nicht wenige freuen sich auf ein Wiedersehen 1998.
Helmut Werner
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