ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2007Mediennutzung: Großes Vertrauen in die Lokalzeitung

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Mediennutzung: Großes Vertrauen in die Lokalzeitung

Dtsch Arztebl 2007; 104(49): A-3399 / B-2988 / C-2884

EB

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Als vertrauenswürdigste Informationsquelle bewerten die deutschen Verbraucher mit 60 Prozent die Lokalzeitungen. Im Vergleich der untersuchten Mediengattungen folgen auf den weiteren Plätzen der öffentlich-rechtliche Rundfunk (53 Prozent) und das öffentlich-rechtliche Fernsehen (52 Prozent) sowie Zeitschriften (35 Prozent). Den privaten Rundfunkanbietern vertrauen 31 Prozent, dem Privatfernsehen 26 Prozent. Am schlechtesten sieht die Vertrauensbilanz für das Internet aus. Lediglich jeder fünfte Bundesbürger vertraut dem weltweiten Netz. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Medienforschung von TNS Emnid, die insgesamt 1 048 Bundesbürger ab 14 Jahren in repräsentativ ausgewählten Interviews hierzu befragt hat (Internet: www.tns-emnid.com).
Das Internet hat – neben dem Privatfernsehen – die subjektiv größten Vertrauenseinbußen in den letzten zwei bis drei Jahren zu verzeichnen. So hat für 15 Prozent der Deutschen das Vertrauen in das weltweite Netz in diesem Zeitraum abgenommen. Die Experten vermuten, dass Software-Sicherheitslücken und Berichte über beziehungsweise schlechte Erfahrungen mit Trojanern, Viren oder Spysoftware zu einer allgemeinen Verunsicherung beigetragen haben. Außerdem hat nach der Umfrage die überdurchschnittlich internetaffine Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen ein höheres Vertrauen in die traditionellen Medien Print, Hörfunk und TV als in das Internet. 50 Prozent dieser Altersgruppe vertrauen der Lokalzeitung oder dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen, jedoch nur 32 Prozent dem Internet.
Darüber hinaus sind teilweise deutliche Unterschiede zwischen bestimmten Teilgruppen erkennbar. So ist das Vertrauen in sämtliche Mediengattungen im innerdeutschen Vergleich in den neuen Bundesländern immer noch niedriger, und zwar um mindestens zehn Prozent. Tageszeitungen liegen um 20 Prozent und das Internet sogar um 50 Prozentpunkte niedriger als in den westlichen Bundesländern. Nur das Privatfernsehen hat deutschlandweit gleich hohe Werte. Dieser Unterschied könnte unter anderem darin begründet sein, dass der Anteil derjenigen Personen, deren Vertrauen in die Medien in den zurückliegenden zwei bis drei Jahren nachgelassen hat, im Osten über alle Gattungen hinweg größer ist als im Westen. EB
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