ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2007Mitteilungen: Erläuterungen zu den Änderungen und Ergänzungen der Psychotherapie-Vereinbarungen inklusive einiger PTV-Formulare

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Kassenärztliche Bundesvereinigung

Mitteilungen: Erläuterungen zu den Änderungen und Ergänzungen der Psychotherapie-Vereinbarungen inklusive einiger PTV-Formulare

Dtsch Arztebl 2007; 104(49): A-3431 / B-3019 / C-2915

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LNSLNS Die vereinbarten Änderungen und Ergänzungen der Psychotherapie-Vereinbarungen bringen einige Verbesserungen und Flexibilisierungen für die niedergelassenen Therapeuten. Es handelt sich um folgende Änderungen der Psychotherapie-Vereinbarungen:
- Eine redaktionelle Änderung unter Angabe der korrekten Bezugsparagrafen in § 4 Abs. 2.
- Eine Klarstellung in § 4 Abs. 4 und § 6 Abs. 4, dass es sich beim Erwerb der entsprechenden Zusatzqualifikation für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie bei den genannten Weiter- und Ausbildungsstätten um solche für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie handeln soll.
- Durch die Streichung eines Satzteils in § 9 Abs. 2 wird den Änderungen durch das Vertragsarztrechtsänderungsgesetz Rechnung getragen, wonach jetzt auch die Möglichkeit besteht, psychotherapeutisch Qualifizierte in der Praxis anzustellen, wenn der Praxisinhaber selbst keine Psychotherapie oder ein anderes Verfahren als der Angestellte erbringt.
- Durch den Wegfall der bisherigen Formulare PT 3 und VT 3 wird ein Beitrag zur Entbürokratisierung des Formularwesens auch im Bereich der Psychotherapie geleistet. Die unter Nr. 4. und den Nrn. 7. bis 10. der Änderungsvereinbarung aufgeführten Änderungen beziehen sich auf diesen Sachverhalt.
- Wiedereinfügung einer aufgrund eines redaktionellen Versehens gestrichenen Passage zur Aufbewahrungspflicht für die Gutachter von Unterlagen aus dem Gutachterverfahren.
- Es wird eine Angleichung der schon seit 1990 bei den Primärkassen bestehenden Regelung zur Abrechnung von maximal drei Testverfahren während laufender Psychotherapie auch im Ersatzkassenbereich vorgenommen und gleichzeitig die bisherige Regelung um die Möglichkeit erweitert, jetzt auch psychometrische und projektive Testverfahren einzubeziehen. Dies bedeutet, dass ab dem 1. 1. 2008 sowohl im Primär- als auch im Ersatzkassenbereich maximal drei Testverfahren während laufender Psychotherapie durchgeführt werden können. Damit ist bisher der noch einzig bestehende inhaltliche Unterschied zwischen der Psychotherapie-Vereinbarung mit den Primärkassen und derjenigen mit den Ersatzkassen beseitigt.
Änderungen der PTV-Formulare
Folgende Formulare werden geändert:
- PTV 1: Hier wurden einige redaktionelle Änderungen mit Nennung der beantragten Verfahren, Nennung von evtl. durchgeführten Vorbehandlungen und Angabe, ob es sich um einen Umwandlungs- oder Fortführungsantrag handelt, vorgenommen. Weiterhin erhält das Formular einen zusätzlichen Durchschlag für den Therapeuten.
- PTV 2: Hier erfolgten einige redaktionelle Änderungen aufgrund des Wegfalles der Formulare PT 3 und VT 3. Weiterhin werden ein Hinweis zum Vorgutachter bei Fortführung der Behandlung und eine Erklärung, den Bericht vollständig selbst verfasst zu haben, aufgenommen.
- PT 3 und VT 3 fallen weg. Dafür werden die bisher dort als Hinweise auf den Bericht an den Gutachter enthaltenen Texte auf das jeweilige Informationsblatt übertragen. Das Formblatt PT 3 (K) bleibt aufgrund des Votums der analytischen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten im Beratenden Fachausschuss Psychotherapie der Kassenärztlichen Bundesvereinigung bestehen.
- PTV 5: Erhält einige redaktionelle Änderungen mit Aufnahme der Angabe „Anschrift des Therapeuten“, mehr Platz für den Eintrag der EBM-Nummern und Ergänzung um „Störungsmodell“ in Nr. 2.
- PT 8 und VT 8: Die Umschläge zum Versand von Unterlagen an die Gutachter erhalten ein größeres Format mit
23 × 16 cm und einige redaktionelle Änderungen, insbesondere wegen Wegfall der Formulare PT 3 und VT 3.
Da die Änderungen der Formulare teilweise auf dem Wegfall von PT 3 und VT3 basieren, sollten keine Aufbrauchfristen für die bisherigen Formulare berücksichtigt werden.
Da die Änderungen der Psychotherapie-Vereinbarungen inhaltlich gleichlautend sind, gelangt nachfolgend nur der Änderungstext der Psychotherapie-Vereinbarung mit den Ersatzkassen zur Veröffentlichung.
Die Formulare werden hier lediglich im kleineren Maßstab veröffentlicht, um der formalen Verpflichtung zur Veröffentlichung nachzukommen. Sie wurden den Kassenärztlichen Vereinigungen schon im Normalmaßstab zur Verfügung gestellt und können dort oder bei den Vordruck-Verlagen angefordert werden.
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