ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2007RANDNOTIZ: Weihnachtsgeschenke

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RANDNOTIZ: Weihnachtsgeschenke

Dtsch Arztebl 2007; 104(50): A-3441 / B-3029 / C-2925

Schmedt, Michael

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LNSLNS Überraschend wie jedes Jahr steht sie wieder vor der Tür: die Vorweihnachtszeit. Und damit auch das alljährliche Problem, wann kaufe ich die Weihnachtsgeschenke, und vor allem, was? Die Auswahl ist zwar groß, sie reduziert sich traditionsgemäß aber schnell auf die üblichen kreativen Vorschläge wie Socken, Parfüm, Krawatten und Alkohol.
Jetzt aber der Lichtblick an der Geschenkefront: der Gentest. Die Ehefrau des Google-Gründers Sergey Brin, Anne Wojcicki, bietet einen solchen Test mit ihrer Firma 23andMe an. Und der geht so: Dem zu Beschenkenden eine Speichelprobe abluchsen, sie ins sonnige Kalifornien schicken, und schon kann man drei Wochen später unter www.23andme. com die Ergebnisse abrufen. Zeitgleich geht das isländische Unternehmen DeCODE mit dem gleichen Angebot an den Start. Der Test soll das individuelle Risiko einschätzen, an erblichem Brust-, Darm- oder Prostatakrebs zu erkranken. Multiple Sklerose und Diabetes stehen auch auf der Vorhersageliste. Kostenpunkt: 1 000 US-Dollar. Aber wer bekommt nun das 80-prozentige Karzinom- und wer das zehnprozentige Diabetesrisiko unter den Weihnachtsbaum gelegt? Genau das ist der entscheidende Haken an dem Geschenk, es ist nicht vorhersehbar. Wer will schon seinen Liebsten angsterfüllte Jahre schenken, zumal die Testergebnisse für den Laien kaum einzuschätzen sind. Da halten wir es doch lieber mit Peter Propping vom Institut für Humangenetik an der Universität Bonn, der der „Süddeutschen Zeitung“ zum Thema sagte: „Mehr Gemüse, mehr Bewegung und weniger rauchen kann man praktisch jedem empfehlen. Dazu müssen Sie kein genetisches Profil erstellen.“
Also doch die Socken!
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