ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2007Medizinethische Materialien: Bioethischer Imperativ

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Medizinethische Materialien: Bioethischer Imperativ

Dtsch Arztebl 2007; 104(50): A-3474 / B-3055

Krüger-Brand, Heike E.

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LNSLNS Im Heft 175 der Reihe „Medizinethische Materialien“ des Zentrums für Medizinische Ethik, Bochum, beschäftigt sich Hans-Martin Sass mit der Entwicklung der Bioethik in Deutschland in den letzten 80 Jahren. Ausgangspunkt seiner Überlegungen ist das Konzept der Bioethik als einer akademischen Disziplin und als Tugendhaltung, das der protestantische Theologe Fritz Jahr aus Halle bereits 1927 in der Zeitschrift „Kosmos“ vorgestellt hatte. Im engeren Sinn wurde der Begriff später als Ablösung klassischer Arztethik durch partnerschaftliche Ethik in den Heilberufen seit 1970 in den USA entwickelt.
Sass regt an, den von Jahr formulierten bioethischen Imperativ („Achte jedes Lebewesen grundsätzlich als einen Selbstzweck, und behandle es nach Möglichkeit als solchen!“) zu einem geoethischen auszuweiten, und plädiert für mehr terminologische Klarheit bei der Benutzung unter anderem der Begriffe Medizinethik und Bioethik.
Bezug: Medizinethische Materialien „Fritz Jahrs Bioethischer Imperativ. 80 Jahre Bioethik in Deutschland von 1927 bis 2007“, Heft Nr. 175, E-Mail: Med.Ethics @ ruhr-uni-bochum.de, Telefon: 02 34/ 3 22 27 49/ 50 (sechs Euro). KBr
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