ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2007Wolfgang Plischke: Am besten sachlich bleiben

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Wolfgang Plischke: Am besten sachlich bleiben

Dtsch Arztebl 2007; 104(50): A-3493 / B-3074 / C-2971

Rieser, Sabine

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Wolfgang Plischke Foto: VFA
Wolfgang Plischke Foto: VFA
Studium der Biologie an der Universität Hohenheim, verheiratet, zwei Söhne. Das und ein paar brave Firmeninterviews – mehr findet man auf die Schnelle nicht über Dr. Wolfgang Plischke. Er ist seit 2006 Bayer-Vorstand, verantwortlich für Innovation, Technologie, Umwelt und die Region Asien/Pazifik, und nun neuer Vorstandsvorsitzender des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA).
Beim Abendessen mit Journalisten lautet einer seiner ersten Begriffe „nüchtern“: „Wirtschaft und Politik müssen nüchtern die Stärken unseres Standorts herausarbeiten und diese ausbauen.“ Deutschland sei drittgrößter Pharmamarkt der Welt und daher von strategischer Bedeutung, sagt Plischke. Für die Forschung sei es in Großräumen wie München, Berlin oder entlang der Rheinschiene gut aufgestellt.
Doch Plischke erkennt wie viele Manager, die länger im Ausland gelebt haben und vergleichen, Lücken. Noch immer gebe es Probleme, Ideen in marktreife Produkte zu überführen, und keine vernetzte Wirtschafts-, Forschungs- und Gesundheitspolitik. Er legt aber Wert auf maßvolle Kritik. Was verbesserungswürdig ist, will der Politikneuling Thema für Thema angehen, und zwar sachlich: „Wir werden eine konstruktive Meinung abgeben und sicher nicht nur jammern.“
Wichtig ist ihm, „eine Lanze für die Pharmaforschung zu brechen“. Wenn er da über Mühen und Erfolge erzählt, wirkt er auf einmal lebhaft. Als Bayer für Nexavar, das bislang einzige Präparat bei Leberkrebs, die Zulassung erhielt, hätten viele Forscher aus anderen Unternehmen gratuliert. Solche Erfolge bewegten die Leute eben, sagt Plischke. Auch ihn. Sabine Rieser
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