ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2007Arzneimittelinformation: KBV plant Onlineplattform für Ärzte

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Arzneimittelinformation: KBV plant Onlineplattform für Ärzte

Dtsch Arztebl 2007; 104(51-52): A-3512

EB

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LNSLNS Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) will so rasch wie möglich ein internetbasiertes Arzneimittelinformationssystem einrichten. Das kündigte Dr. med. Carl-Heinz Müller bei der KBV-Ver­tre­ter­ver­samm­lung in Berlin an. „Rabattverträge, Richtgrößenvereinbarungen, Zielvereinbarungen zu definierten Tagesdosen – diese und viele andere Vorgaben machen das Verschreiben von Arzneimitteln und die Zuordnung der Verordnungen zu Ausgabenposten enorm komplex. Wir möchten für größtmögliche Transparenz und Klarheit sorgen“, betonte der KBV-Vorstand. Geplant ist eine allgemein zugängliche Plattform, die Analysen und Bewertungen der bundesweiten Medikamentenausgaben, Informationen zu wirtschaftlichem Verordnen, Material zu verordnungsrelevanten Fragestellungen sowie Auswertungen der Beobachtungen des Arzneimittelmarkts durch die KBV bietet. Dieser Teil des Angebots soll für Vertragsärzte und -psychotherapeuten sämtlicher Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) sowie für interessierte Fachleute zur Verfügung stehen und in die Homepage der KBV integriert werden.
Darüber hinaus will die KBV in einem Bereich, der nur mit Zugangsberechtigung genutzt werden kann (Intranet), KV-spezifische Analysen und Bewertungen vorhalten. Das Intranet biete zusätzlich die Chance, sich rasch über den Stand der Verhandlungen beziehungsweise über neue Abschlüsse von Arzneimittelvereinbarungen zu informieren, erläuterte Müller. Dies helfe anderen KVen bei den eigenen Verhandlungen und Schiedsamtsverfahren. Der geschlossene Teil der Plattform soll auch der Koordination von in den KVen bereits benutzten Arzneimittelanalysetools dienen. „Von diesem Angebot profitieren Ärzte, KVen und KBV gleichermaßen“, versprach Müller. Der Servicecharakter für die Vertragsärzte würde gestärkt, und die Arzneimittelpolitik der KBV wäre dadurch nach außen besser darstellbar und könnte mehr Wirkung entfalten. EB
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