ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2007Arbeitslosigkeit: Unzumutbarer Appell
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Sind Sie sich ganz sicher, dass nicht Loriot diesen Beitrag geschrieben hat? Nun, auch wenn ich von dieser Möglichkeit absehe, bleibt der Artikel eine Karikierung seiner selbst . . . Es scheint ein sprachlich unzumutbarer Appell an die behandelnden Hausärzte zu sein, den ich so lese (Zitate kursiv): Hallo, Hausärzte, alle mal herhören! Ihr müsst euch am Riemen reißen, der ärztliche Dienst der Bürokratie verlangt von euch ein erweitertes Verständnis der Hausarztfunktion. Das fordert von euch ein tragfähiges Konzept vom Patienten und seinem Kranksein in seiner Situation, seinen Potenzialen und seinen Defiziten. Mit der Bundes­ärzte­kammer ist ein Verfahren vereinbart worden, in dem Sie die sozialmedizinischen Gutachten (kurze, aussagekräftige, prognose- und krankheitsfolgeorientierte Auskünfte), gegebenenfalls mithilfe der Amtsärztin, selbst erstellen, welches Sie in die Nähe des Fallmanagements befördert. Damit erlernen Sie, die eigene Kenntnis des Rehabilitationsbedarfs zu erkennen, und darüber hinaus erlaubt Ihnen diese gehobene Stellung kraft aktivitäts- und teilhabeorientierter Fallstrukturierung, wieder Souveränität gegenüber schwierigen Patienten zu gewinnen, und Sie erlösen 21 Euro! Belohnt werden Sie außerdem durch den persönlichen Kontakt mit netten Arbeitsamtsärztinnen und der sich daraus entwickelnden Kultur der Kooperation. Bitte sträuben Sie sich nicht länger, wir bei der Bundesagentur für Arbeit sind Ihre Kollegen, geben Sie Ihr Misstrauen auf . . .
Dr. med. Wolfgang Schroeder, Ohkamp 28, 22339 Hamburg
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