ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2007Christiaan Barnard: Star im OP und in den Klatschblättern

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Christiaan Barnard: Star im OP und in den Klatschblättern

Dtsch Arztebl 2007; 104(51-52): A-3563 / B-3142 / C-3034

Hibbeler, Birgit

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Christiaan Barnard Foto: picture alliance/akg-images
Christiaan Barnard Foto: picture alliance/akg-images
Er war ein Pionier der Herzchirurgie und zugleich ein Medienstar: Vor vierzig Jahren, am 3. Dezember 1967, gelang Prof. Dr. Christiaan Barnard und seinem Team die erste erfolgreiche Herztransplantation. Auch wenn dieser Erfolg nicht von Dauer war – der Patient starb 18 Tage nach dem Eingriff – machte die Operation den 45-jährigen Südafrikaner weltberühmt.
Noch weitere Teams standen damals kurz vor einem solchen Eingriff. Kritiker Barnards bemängelten deshalb, er habe eine Art Wettlauf um den ersten Platz inszeniert. Mit dem Erfolg verband sich für Barnard nicht nur medizinisches Ansehen, sondern für den attraktiven Chirurgen begann ein Leben in Glanz und Glamour: Die Zeitungen rissen sich um ein Interview mit ihm, er war zu Gast in Fernsehsendungen. Auf Partys in Monaco, Paris oder New York war er gern gesehen. Seine drei Ehen und Scheidungen wurden von der Regenbogenpresse intensiv verfolgt.
Barnard wurde 1922 als Sohn einer mittellosen burischen Predigerfamilie geboren. Er studierte in Kapstadt und Minnesota Medizin, absolvierte seine chirurgische Weiterbildung in den USA und wurde dort in Operationen am offenen Herzen sowie in Techniken der experimentellen Herztransplantation ausgebildet. 1958 kehrte er nach Südafrika zurück. Dort arbeitete er unter anderem am Groote-Schuur-Hospital in Kapstadt, wo er auch erstmalig erfolgreich ein menschliches Herz verpflanzte. Barnard starb im Jahr 2001 im Alter von 78 Jahren infolge eines Asthmaanfalls. Birgit Hibbeler
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