ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2008Englischsprachige Online-Ausgabe: Deutsches Ärzteblatt International

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Englischsprachige Online-Ausgabe: Deutsches Ärzteblatt International

Dtsch Arztebl 2008; 105(1-2): A-1 / B-1 / C-1

Baethge, Christopher

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Priv.-Doz. Dr. med. Christopher Baethge Leiter der Medizinisch-Wissenschaftlichen Redaktion
Priv.-Doz. Dr. med. Christopher Baethge Leiter der Medizinisch-Wissenschaftlichen Redaktion
Das Deutsche Ärzteblatt wird international. Von Januar an publizieren wir zusätzlich zur deutschen Zeitschrift eine englischsprachige wissenschaftliche Ausgabe. Unter www.aerzteblatt-international.de finden interessierte Leser künftig alle medizinisch-wissenschaftlichen Beiträge des Deutschen Ärzteblattes in einer englischen Übersetzung. Neben unseren in einem Begutachtungsverfahren geprüften Übersichts- und Originalarbeiten sind auch Editorials und die Diskussionsbeiträge Bestandteil der neuen Online-Zeitschrift Deutsches Ärzteblatt International. Die erste Ausgabe wird voraussichtlich am 21. Januar erscheinen.
Wir berücksichtigen mit der Publikation einer englischen Übersetzung die seit einigen Jahrzehnten anhaltende Entwicklung hin zur englischen Sprache als der Lingua franca der Medizin. So greift etwa die weltweit wichtigste Datenbank für medizinische Artikel, die Medline, mittlerweile zu 90 Prozent auf englischsprachige Journale zurück. Waren Ende des 19. Jahrhunderts noch etwa ein Viertel aller international wichtigen Zeitschriften deutschsprachig, so verzeichnet die Medline heute nur noch knapp zwei Prozent medizinischer Fachzeitschriften, die auf Deutsch erscheinen – Ausdruck eines relativen und absoluten Rückgangs. In der kommenden Ausgabe werde ich diese Entwicklung detaillierter nachzeichnen und zeigen, dass andere Wissenschaftssprachen und -kulturen gerade dann marginalisiert zu werden drohen, wenn sie sich dem Trend zur englischen Sprache einfach nur verweigern.
Nach der Auffassung von Redaktion und Verlag des Deutschen Ärzteblattes sollte unsere Zeitschrift daher zwar ihr deutschsprachiges Angebot weiter pflegen, aber gleichzeitig durch Zweisprachigkeit die Attraktivität des Ärzteblattes für Leser und Autoren erhöhen. Wir erhoffen uns durch die Publikation einer internationalen Ausgabe mittelfristig auch eine bessere Repräsentanz des Deutsche Ärzteblattes in den englischen Datenbanken, die für die Medizin ein unverzichtbares Arbeitsinstrument geworden sind.
Die äußerlich auffälligste Neuerung im Deutschen Ärzteblatt selbst betrifft die Seitenzahlen: Wir paginieren von dieser Ausgabe an nach zwei unterschiedlichen Systemen: Die Beiträge der gesundheits- und sozialpolitischen Redaktion im vorderen Heftteil sind wie bereits seit Jahren mit einem Buchstaben gekennzeichnet, der die jeweilige Ausgabe anzeigt: Seite A 25 etwa repräsentiert die Seite 25 in der A-Ausgabe für die niedergelassenen Kollegen, die Seiten B 25 oder C 25 stehen in den Ausgaben für Klinikärzte (B-Ausgabe) oder für die nicht kurativ tätigen Kollegen (C-Ausgabe). Dagegen paginiert die medizinisch-wissenschaftliche Redaktion, die die Rubrik „Medizin“ erstellt, ab sofort ohne Indexbuchstaben und durchgehend von der ersten bis zur letzten Ausgabe eines Jahres. Die Rubrik Medizin folgt damit der in medizinischen Fachzeitschriften üblichen Paginierung, die eine Voraussetzung für die Aufnahme in internationale Literaturdatenbanken ist. Zusätzlich zu dem Rubrikentitel „Medizin“ sind die Seiten der medizinisch-wissenschaftlichen Redaktion auch an den blau unterlegten Seitenzahlen sowie am zweispaltigen Satz erkennbar.
Das Deutsche Ärzteblatt verändert sich weiter, um sich zu verbessern. In diesem Sinne hoffe ich, dass wir Ihnen eine Vielzahl von interessanten und nützlichen Artikeln präsentieren können – und damit vielleicht ein kleines bisschen zu dem guten neuen Jahr beitragen, dass ich allen Leserinnen und Lesern sowie allen Autorinnen und Autoren des Deutschen Ärzteblattes wünsche.
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