ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2008Impfempfehlungen: Impfempfehlungen der Pharmaindustrie?
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Wenn ich die Impfempfehlungen der STIKO jedes Jahr mit Interesse lese, stelle ich eine in den letzten Jahren zunehmende und beunruhigende Tendenz fest, sich in manchen Begründungen lediglich auf den Hinweis auf die Fachinformationen der Impfstoffhersteller zu beschränken. Beispielsweise ist seit diesem Jahr eine gleichzeitige Verimpfung von Meningokokken-C- und Pneumokokkenimpfstoff offenbar für die STIKO kein Problem mehr – vor einem Jahr wurde noch davor gewarnt. Die Begründung ist aber nicht ein stichhaltiger Hinweis auf neue Forschungsergebnisse, sondern lediglich der Hinweis, dass „Neuere Änderungen der Fachinformationen . . . die gleichzeitige Anwendung . . . möglich“ machen. Hier frage ich mich: Wer erstellt denn nun wirklich die Impfempfehlungen? Ich habe den Eindruck, dass der Einfluss der Impfstoffhersteller inzwischen so massiv ist, dass die STIKO nur mehr als der verlängerte Arm der Pharmaindustrie erscheint . . .
Dr. med. Heinz Gärber, Am Pulverl 6,
85051 Ingolstadt
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