ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2008Arzthelferinnen: Wer motiviert die Ärzte?
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Im DÄ stand schon einmal ein Artikel, wie wir Praxisinhaber unsere Mitarbeiterinnen motivieren sollen, z. B. durch unsere Wertschätzung, die auch wahrnehmbar sein sollte durch die Mitarbeiterinnen. Ein gutes Zeichen der Wertschätzung ist (unter anderem) ein vernünftiges Gehalt. Von daher ist die Anhebung der Gehaltstarife für die Medizinischen Fachangestellten eigentlich überfällig. Nur: Wer motiviert „uns Ärzte“ – z. B. auch durch eine angemessene Bezahlung? Wenn ich lese, dass bei der Tariferhöhung bis hin zu 20 Prozent mehr Gehalt im Gespräch sind, denke ich an die absinkenden Punktwerte, die Honorareinbußen, die Kolleginnen und Kollegen, die schon Wochenenddienste im Ausland machen, um ihre Existenz (und damit die ihrer Mitarbeiter, meist weiblich) zu sichern. Ich bin in der glücklichen Lage, nicht allein für das Familieneinkommen und die Finanzierung der Berufsausbildung der Kinder sorgen zu müssen, aber was ist mit den anderen Kolleginnen und Kollegen? Eine deutliche Tariferhöhung könnte Arbeitsplätze vernichten, wenn sie nicht durch Einkommensverbesserungen der Kassenärzte flankiert wird. Die meisten Ärzte, die ich kenne, arbeiten aber schon mit dem Minimum an Mitarbeiterinnen. Also: Wie soll das alles laufen? Wieder einmal ein Druckmittel in Richtung MVZ, weg von der „freien“ Praxis? Wenn meine Arbeit als Niedergelassene zum „teuren Hobby“ verkommt, werde ich aufhören.
Dr. med. Sabine Becke, Hagener Straße 24 a, 31535 Neustadt am Rübenberge
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