ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2008Filmkalender: Im Kino andere Welten entdecken

KULTUR

Filmkalender: Im Kino andere Welten entdecken

Dtsch Arztebl 2008; 105(1-2): A-39

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Foto: Universal Studios
Foto: Universal Studios
Ein großer Frauenfilm und die Lebensgeschichten von Männern – das Deutsche Ärzteblatt stellt alle vier Wochen eine Auswahl sehenswerter Neustarts vor.

Drama
Ab 10. Januar:
Spuren eines Lebens
Opulentes Frauenkino, topbesetzt bis in kleinste Nebenrollen: Am Ende ihres Lebens rätselt die sterbenskranke Ann Lord (Vanessa Redgrave) darüber, ob sie vor 50 Jahren den perfekten Mann verschmähte – in der Sorge, ihre Töchter Nina (Toni Collette) und Constance (Natasha Richardson) könnten ähnliche Fehler begehen. Damals besuchte die junge Ann (Claire Danes) ihre beste Freundin Lila (Mamie Gummer) zu deren Hochzeit. Die intensiven Beziehungen zwischen Frauen verschiedener Generationen stehen ganz klar im Mittelpunkt dieses Hochglanzdramas. Eher ungewöhnlich: Natasha Richardson spielt die Tochter von Vanessa Redgrave und Mamie Gummer die Rolle von Meryl Streep in jungen Jahren.
Im richtigen Leben sind die beiden Jungschauspielerinnen die Töchter von Vanessa Redgrave beziehungsweise Meryl Streep.
USA 2007, 117 Minuten

Ab 17. Januar:
Drachenläufer
Kabul, 1978. Amir, Sohn eines angesehenen Afghanen, und Hassan, Sohn seines Hausdieners, sind Freunde. Doch das Band zerbricht, als Amir Hassan nicht zu Hilfe kommt, als dieser von anderen Jugendlichen grausam erniedrigt wird. Nach dem Einmarsch der Roten Armee fliehen Amir und sein Vater in die USA. Jahre später, als Amir sein Romandebüt gibt, holt ihn die Vergangenheit ein, es bietet sich ihm die Chance zur Wiedergutmachung und seelischen Befreiung. Mit gut dosierten Emotionen bringt Regisseur Marc Forster den Bestseller des Romandebütanten Khaled Hosseini über eine Kindheit in Afghanistan auf die Leinwand. Seine Perspektive, Afghanistan aus kindlichen Augen blühend (gedreht an exotischen Schauplätzen in Westchina) und aus erwachsener Sicht verwüstet zu zeigen, führt das das ganze Ausmaß der Katastrophe vor Augen.
USA 2007,122 Minuten

Ab 24. Januar:
Das Beste kommt zum Schluss
In ihrem ersten gemeinsamen Film erleben Jack Nicholson und Morgan Freeman ihre letzten Tage. Kein Anlass für Pessimismus, sondern für Party: Zwar führen schockierende Krebsdiagnosen die beiden Krankenhauspatienten – den Milliardär Cole und den Automechaniker Chambers – zusammen. Aber die Liste von Wünschen, die sich Chambers vor seinem Tod noch erfüllen möchte, setzt das Duo schließlich mit Ergänzungen Coles in die Tat um. Auf einer Tour durch die Welt, reich an Schönheit, Luxus und Abenteuer, werden sie Freunde und erkennen die wahren Werte ihres Lebens.
USA 2007, 120 Minuten

Ab 31. Januar:
Into the Wild
Christopher McCandless ist ein herausragender Sportler und Student. Obwohl seine beruflichen Aussichten ausgezeichnet sind, lässt er nach seinem Studienabschluss im April 1992 seine bisherige Existenz spontan hinter sich. Er spendet seine Ersparnisse und verbrennt sein Bargeld. Er trampt nach Alaska, um allein in die Wildnis nördlich des Mount McKinley zu wandern. Vier Monate später wird seine Leiche von einem Elchjäger gefunden. Sean Penn nimmt sich des schwierigen Themas an und macht daraus einen Film, der gleichzeitig Charakterstudie, packendes Abenteuer und Survivaldrama ist – mit einem beeindruckenden Emile Hirsch in der Hauptrolle.
USA 2007, 140 Minuten

Dokumentation
Ab 24. Januar:
Von einem der auszog – Wim Wenders frühe Jahre
Wim Wenders, Arztsohn aus Oberhausen, studierte vier Semester Medizin und Philosophie, bevor er seine einzigartige Filmkarriere mit „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“ (1971) und „Alice in den Städten“ (1974) begann. Die Doku spürt dem Leben des Regisseurs bis zu seinem internationalen Durchbruch nach. Neben persönlichen Erfahrungen, über die Wenders vor der Kamera berichtet, geht es um die immer wiederkehrenden Grundthemen seiner Filme – Identitätssuche, Einsamkeit, Freundschaft, Kommunikation. Peter Handke, Robby Müller, Rüdiger Vogler, Bruno Ganz und Lisa Kreuzer kommen als wichtige Weggefährten zu Wort.
Deutschland 2007, 96 Minuten

Foto: Kinowelt
Foto: Kinowelt
DVD-Tipp

Der Jakobsweg – El Camino
Seit dem 11. Jahrhundert begeben sich Gläubige auf die beschwerliche Wallfahrt nach Santiago de Compostela (Bild). Bis zum Grab des Apostels Jakobus führt der berühmte Jakobsweg. Regisseur Ferenc Tolvaly, der 2005 den Roman „El Camino – der Weg“ verfasste, ist dem traditionsreichen Pfad gefolgt. Die Kamera dokumentiert die Begegnungen mit Gleichgesinnten aus aller Welt, die Mühen des Wanderns, aber auch die Freuden und Hoffnungen der Pilger auf ihrem spirituellen Weg zu sich selbst. Eine Entdeckungsreise entlang von historischen Bauwerken, Kunstdenkmälern und Naturschätzen.
Ferenc Tolvaly: „Der Jakobsweg“, 87 Minuten, Kinowelt, Verkaufsstart: 18. Januar 2008, ca. 14,95 Euro
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