ArchivDeutsches Ärzteblatt PP1/2008Ambulante Versorgung: Mehr Medizinische Versorgungszentren

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Ambulante Versorgung: Mehr Medizinische Versorgungszentren

PP 7, Ausgabe Januar 2008, Seite 4

Blöß, Timo

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Die Polikum- Gruppe betreibt inzwischen drei MVZ in Berlin. Foto: POLIKUM
Die Polikum- Gruppe betreibt inzwischen drei MVZ in Berlin. Foto: POLIKUM
Die Anzahl der Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) nimmt weiterhin zu. Dies meldet die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV). Demnach gab es Ende September in Deutschland 880 MVZ. Das entspricht einem Zuwachs von neun Prozent in drei Monaten und sogar um 56 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im September des Vorjahres betrug die Zahl der MVZ bundesweit noch 562.
Mittlerweile arbeiten in den MVZ rund 3 600 Ärzte. Das sind 350 mehr als Ende Juni 2007. Damals waren etwa 3 250 Ärzte registriert. Mehr als zwei Drittel von ihnen sind als Angestellte beschäftigt. Durchschnittlich sind vier Ärzte in einem MVZ tätig. Unter ihnen sind Hausärzte, Internisten und Chirurgen die am stärksten vertretenen Arztgruppen. Die wichtigsten Träger von MVZ sind nach wie vor Vertragsärzte mit einem Anteil von 61 Prozent. Die Versorgungform ist in Bayern und in Berlin besonders verbreitet.
MVZ sind mit der Gesundheitsreform 2004 eingeführt worden. Es sind fachübergreifende und ärztlich geleitete medizinische Einrichtungen. Sie geben jungen Ärzten eine Chance, ohne Eigeninvestitionen in die ambulante Versorgung einzusteigen. Für Patienten sollen sie die Möglichkeit einer qualitativ hochwertigen Versorgung unter einem Dach bieten. TB
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