ArchivDeutsches Ärzteblatt PP1/2008Rechenstörungen: Zusammenhang mit Verhaltensstörungen

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Rechenstörungen: Zusammenhang mit Verhaltensstörungen

PP 7, Ausgabe Januar 2008, Seite 39

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LNSLNS Ein deutsch-schweizerisches Wissenschaftlerteam hat untersucht, wie häufig Rechenstörungen im Kindergarten- und Schulalter auftreten und welche Auffälligkeiten damit einhergehen. Sie untersuchten dazu 334 Kinder aus regulären Kindergärten des Kantons Zürich sowie 47 Kinder aus Sprachheilkindergärten circa sechs bis zwölf Monate vor Schuleintritt sowie am Ende der zweiten Klasse im Hinblick auf Zahlenverarbeitung, Rechnen, Sprach- und Schriftsprachkompetenz sowie Intelligenz. Sechs Prozent der Kinder wiesen eine Rechenstörung auf, wobei es sich bei 1,8 Prozent um isolierte Rechenstörungen und bei 4,2 Prozent um Rechenstörungen mit kombinierter Lese-Rechtschreib-Störung handelte. Bereits im Kindergartenalter hatten betroffene Kinder schwächer ausgeprägte nummerische Fertigkeiten gegenüber nicht beeinträchtigten Kindern, was sich unter anderem in schlechteren Leistungen beim Zählen und Kopfrechnen zeigte und auf Defizite in den Bereichen Aufmerksamkeit und Arbeitsgedächtnis zurückzuführen war. „Risiken für spätere Rechenstörungen lassen sich bereits im Kindergartenalter feststellen“, sagen die Wissenschaftler. Im Schulalter wiesen Kinder mit kombinierten Rechen- und Lese-Rechtschreib-Störungen vermehrt Aufmerksamkeitsdefizite und Hyperaktivität auf. ms

Von Aster M, Schweiter M, Weinhold Zulauf M: Rechenstörungen bei Kindern. Zeitschrift für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie 2007; 39(2): 85–96.
Dipl.-Päd. Prof. Dr. med. Michael von Aster, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie DRK Kliniken Berlin/Westend, Spandauer Damm 130, 14050 Berlin, E-Mail: m.aster@drk-kliniken-westend.de
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