ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2008Korruptionsbekämpfung: Neue Kontrollinstanz der Pharmaindustrie

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Korruptionsbekämpfung: Neue Kontrollinstanz der Pharmaindustrie

Dtsch Arztebl 2008; 105(3): A-66 / B-58 / C-58

Merten, Martina

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LNSLNS Arzneimittel und Kooperation im Gesundheitswesen e.V. (AKG) heißt eine neue Einrichtung zur freiwilligen Selbstkontrolle pharmazeutischer Unternehmen. Der vom Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) gegründete Verein hat zum 1. Januar seine Arbeit aufgenommen. Bislang sind der AKG nach Angaben des BPI 20 seiner 120 Unternehmen, die verschreibungspflichtige Arzneimittel in Verkehr bringen, beigetreten.
Der Grundsatz der AKG lautet „Prävention vor Sanktion“. „Statt also erst nach Rechtsverstößen zu reagieren, hilft der Verein zum Beispiel aktiv bei der Vermeidung irreführender Informationen an Ärzte oder Apotheker oder unrechtmäßiger Marketingaktionen“, betonte der BPI-Hauptgeschäftsführer, Henning Fahrenkamp. Darüber hinaus gehört es zu den Aufgaben der AKG, einen Verhaltenskodex festzulegen, der verbindliche Regelungen zur Selbstkontrolle der Mitglieder enthält. Diese Regelungen basieren unter anderem auf dem Heilmittelwerbegesetz, dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb und dem Arzneimittelgesetz. Kommt es zu Wettbewerbsverstößen bei der Zusammenarbeit mit medizinischen Fachkreisen, spricht der Verein Abmahnungen aus und ruft notfalls die Gerichte an. Wie hoch die Sanktionen gegen wettbewerbswidrige Unternehmen ausfallen können, steht noch nicht fest.
2004 hatten sich überwiegend forschende Arzneimittelhersteller als Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie (FSA) zusammengeschlossen. Viele BPI-Unternehmen hatten der FSA aber unerwartet den Rücken gekehrt. Der BPI kündigte an, die AKG wolle mit dem FSA kooperieren. MM
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