ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2008Therapie des idiopathischen Parkinson-Syndroms: Schlusswort

MEDIZIN: Diskussion

Therapie des idiopathischen Parkinson-Syndroms: Schlusswort

Treatment of idiopathic Parkinson's syndrome: In Reply

Dtsch Arztebl 2008; 105(3): 54; DOI: 10.3238/arztebl.2008.0054b

Wojtecki, Lars

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LNSLNS Herr Professor Wenderlein greift das wichtige und interessante Thema der neuroprotektiven und präventiven Maßnahmen zum Eingriff in die pathophysiologischen Prozesse der Parkinson-Krankheit auf. Bis heute gibt es keine kurative und keine klar bewiesene neuroprotektive Therapie, obwohl hinsichtlich der letzteren zahlreiche Substanzen immer wieder diskutiert werden.
Hinsichtlich der zitierten interessanten Studien zum Einfluss der postmenopausalen Östrogentherapie und der iatrogenen Menopause auf das Parkinson-Risiko sind auch folgende Aspekte erwähnenswert:
Die Arbeit von Currie et al. deutet darauf hin, dass das Risiko, an M. Parkinson zu erkranken, durch die postmenopausale Einnahme von Östrogenen reduziert werden kann. Dies scheint allerdings nur für die natürliche Menopause zu gelten. Eine Studie von Popat et al. zeigte für die Hormongabe bei Patientinnen nach Hysterektomie mit oder ohne Ovarektomie im Gegenteil sogar ein erhöhtes Risiko für die Parkinson-Krankheit. Die Ovarektomie an sich scheint indes mit einem erhöhten Risiko für Parkinson-Syndrome einherzugehen, wie die von Herrn Professor Wenderlein zitierte Studie von Rocca et al. zeigt. Ob Östrogene tatsächlich einen neuroprotektiven Einfluss auf dopaminerge nigrostriatale Neurone in-vivo bei Parkinsonpatienten haben, kann die zitierte Studie allerdings nicht beantworten. DOI: 10.3238/arztebl.2008.0054b

Literatur
1. Popat RA, Van Den Eeden SK, Tanner CM, McGuire V, Bernstein AL, Bloch DA, Leimpeter A, Nelson LM: Effect of reproductive factors and postmenopausal hormone use on the risk of Parkinson disease. Neurology 2005; 65: 383–90.

Anschrift für die Verfasser
Dr. med. Lars Wojtecki
Institut für Neurologie
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Moorenstraße 5, 40225 Düsseldorf
E-Mail: wojtecki@uni-duesseldorf.de

Interessenkonflikt
Die Autoren beider Beiträge erklären, dass kein Interessenkonflikt im
Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.
1.
Popat RA, Van Den Eeden SK, Tanner CM, McGuire V, Bernstein AL, Bloch DA, Leimpeter A, Nelson LM: Effect of reproductive factors and postmenopausal hormone use on the risk of Parkinson disease. Neurology 2005; 65: 383–90. MEDLINE
1. Popat RA, Van Den Eeden SK, Tanner CM, McGuire V, Bernstein AL, Bloch DA, Leimpeter A, Nelson LM: Effect of reproductive factors and postmenopausal hormone use on the risk of Parkinson disease. Neurology 2005; 65: 383–90. MEDLINE

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