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Umweltmedizin: Fluglärm steigert Bluthochdruckrisiko

Dtsch Arztebl 2008; 105(4): A-126 / B-114 / C-114

LW

Foto: ddp
Foto: ddp
Lärm macht auf Dauer krank. Das geht aus einer internationalen Studie hervor, die von der Europäischen Kommission gefördert wurde und an der auch das Umweltbundesamt beteiligt war. Demnach erhöhen Flug- und Verkehrslärm die Wahrscheinlichkeit von Bluthochdruck.
Die Forscher stellten fest, dass besonders Nachtfluglärm ein Stressfaktor ist. Ein Anstieg von zehn Dezibel (dB) des nächtlichen Fluglärms im Schallpegelbereich von 30 bis 60 dB führte zu einer Erhöhung des Bluthochdruckrisikos um 14 Prozent. 5 000 Anwohner der Flughäfen Amsterdam, Athen, Berlin, London, Mailand und Stockholm nahmen an der Studie teil.
Die Untersuchung zeigt, dass die Blutdruckwerte beziehungsweise die ärztliche Behandlungsrate wegen Bluthochdrucks bei Flughafenanwohnern deutlich höher ist als bei Personen, die in ruhigeren Gebieten leben. Zudem wurde in der Studie die Belastung der Personen mit Verkehrslärm gemessen. Dort bewirkte ein Lärmpegelanstieg von zehn Dezibel im Schallpegelbereich von 45 bis 70 dB eine Risikoerhöhung für Bluthochdruck um zehn Prozent.
In Berlin wichen die Ergebnisse von denen der Gesamtstudie ab:
Am Flughafen Berlin-Tegel herrscht Nachtflugverbot, die Tageslärmbelastung hat einen stärkeren Einfluss. Anders als an den übrigen Standorten hatte der Verkehrslärm in Berlin einen höheren Einfluss auf den Blutdruck als der Fluglärm. LW
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