ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2008Jörg Hacker: Neuer Präsident des Robert-Koch-Instituts

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Jörg Hacker: Neuer Präsident des Robert-Koch-Instituts

Dtsch Arztebl 2008; 105(4): A-167 / B-153 / C-153

Hibbeler, Birgit

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Jörg Hacker Foto: Reinhilde Merkert
Jörg Hacker Foto: Reinhilde Merkert
Wissenschaftlich interessiert und neugierig: So beschreibt sich Prof. Dr. rer. nat. Jörg Hacker (55) auf Nachfrage selbst – nach kurzem Zögern. Eigenlob ist ihm offenbar fremd, und sicherlich hat er das auch nicht nötig. Der Würzburger Infektionsbiologe und Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft ist ein renommierter Wissenschaftler, der allein mehr als 240 Originalpublikationen vorweisen kann. Sein Schwerpunkt: die molekulare Biologie bakterieller Krankheitserreger. International sammelte er unter anderem Erfahrung am Institut Pasteur in Paris. Seine neue Aufgabe ist keine geringere als die Leitung des Robert-Koch-Instituts (RKI). Zum 1. März tritt Hacker die Nachfolge von Prof. Dr. med. Reinhard Kurth (65) an.
Auf die neue Leitungsaufgabe freut er sich: „Das Robert-Koch-Institut ist eine besondere Institution mit interessanten, vielfältigen Aufgaben.“ Ein wichtiges Vorhaben werde der Ausbau des RKI als zentrale Einrichtung für Public Health sein. Die Epidemiologie nicht infektiöser Krankheiten werde zudem an Bedeutung gewinnen. Als weitere Schwerpunkte seiner Arbeit nennt er Antibiotikaresistenzen, nosokomiale Infektionen, HIV und Influenza.
Dass er kein Mediziner ist, stellt für ihn keinen Nachteil dar: „Ich glaube, das macht keinen Unterschied.“ Die Denkweise in der Medizin sei ihm vertraut. Sein Institut für Molekulare Infektionsbiologie ist an der Medizinischen Fakultät in Würzburg angesiedelt. Die Entscheidung für seine Person wertet Hacker als Entscheidung für Kontinuität. Birgit Hibbeler
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