ArchivDeutsches Ärzteblatt15/1997Privathonorare: Zahlentricks

POLITIK: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

Privathonorare: Zahlentricks

BÄK

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS KÖLN. Nach Auffassung von Dr. med. Karsten Vilmar dienen die "Zahlentricks der privaten Kran­ken­ver­siche­rung (PKV) zur Ausgabenentwicklung vor allem im ambulanten Bereich der Stimmungsmache, um eine erneute Änderung der GOÄ zu Lasten der Ärzteschaft durchzusetzen". Der Präsident der Bundes­ärzte­kammer kritisierte die Zahlen der PKV zur Entwicklung der Ausgaben für die ärztliche Behandlung von 1996. Unglaubwürdig werde die PKV, wenn sie über Jahre hinweg eine stärkere Verlagerung der Versorgung in den ambulanten Bereich verlange, das dort steigende Honorarvolumen aber publikumswirksam beklage. Statt die Entwicklung der Gesamtausgaben aufzuzeigen, würden nur einzelne Ausgabensteigerungen überzeichnet. So werde unterschlagen, daß die GOÄ-Novelle von 1996 den Ärzten nur ein Honorarplus von rund zwei Prozent gebracht habe - das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium hatte ein Plus von 6,5 Prozent vorgesehen. Auch die Darstellung der Ausgabenentwicklung im ambulanten Bereich ist nach Berechnungen der Bundes­ärzte­kammer falsch. Die Arzthonorare seien zwar um rund acht Prozent gestiegen. Demgegen-über mußten die liquidationsberechtigten Ärzte im stationären Bereich aber Einbußen von durchschnittlich 15 Prozent hinnehmen. Diese Entwicklung widerlege, daß erneut Eingriffe in die GOÄ notwendig seien. BÄK
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote