ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2008Der neue EBM: Gegen das Einheitshonorar
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. . . In dem Artikel wird Herr Köhler mit dem Satz zitiert: „Ich bleibe dabei, dass eine Versorgung überall in Deutschland das gleiche Honorar auslösen muss.“ Es ergibt sich eigentlich nur die Frage, welcher Teufel Herrn Köhler reitet . . .
Erstens wissen jeder Arzt in eigener Praxis und jeder Kleinunternehmer, wahrscheinlich sogar jeder durchschnittlich gebildete Bürger, dass Honorar nicht Gewinn oder gar Einnahme auf dem Privatkonto bedeutet.
Zweitens weiß auch jeder mindestens durchschnittlich gebildete Bürger, dass er z. B. in München mehr Miete zahlen muss als in einem Ort auf dem Lande in Mecklenburg-Vorpommern und dass er als Unternehmer seinen Angestellten in München mehr zahlen muss als in Mecklenburg-Vorpommern, weil man in München als Angestellter oder auch als Arzt einfach höhere Lebenshaltungskosten hat.
Drittens ist damit klar, dass Ärzte in „strukturstarken“ Gebieten mit einer Honorarvereinheitlichung gezielt benachteiligt werden.
Vielleicht gelingt es nun dadurch, neben dem Streit zwischen Haus- und Fachärzten, noch einen netten Konflikt zwischen den Ärzten der einzelnen Länder anzuzetteln, damit alle Ärzte gemeinsam weiter nicht endlich das tun, was sie eigentlich tun sollten: gemeinsam das Mehr an Honorar für alle zu erzwingen, welches längst überfällig ist.
Dr. med. Andreas Pfeifer, Kernerstraße 13, 74189 Weinsberg
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