ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2008Denunzianten: Gerechtigkeitslücke
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In den letzten Wochen ist häufig von einer Gerechtigkeitslücke in Deutschland die Rede. Eine solche klaffende Lücke ist die Tatsache, dass die sich in der Minderheit befindenden nicht rauchenden, normgewichtigen und angemessen sportlichen Bürger dieses Landes mit ihren Kassenbeiträgen die Folgeerkrankungen des Nikotinabusus, der Fettsucht und des Bewegungsmangels finanzieren. Es ist aus meiner Sicht sogar aus medizinischer und erzieherischer Sicht zu fordern, dass z. B. ab einem BMI von 30 gestaffelt Beitragszuschläge erhoben werden, natürlich auch bei Nikotin- und Alkoholabusus. Bei Versicherungsanfragen sind Fragen zum Lebensstil üblich und werden von Ärzten meist beantwortet, und so kann auch einmal im Jahr ein Erhebungsbogen der Krankenkassen ausgefüllt werden. Dies hat nichts mit Denunziation zu tun, zumal es auch jeder Bürger in der Hand hat, sich einen gesunden Lebensstil anzugewöhnen. Ebenso ist es ungerecht, dass alle Versicherten Unfälle bei Risikosportarten (Fußball, Skisport) mitfinanzieren. Diese Freizeitunfälle sollten über eine private Unfallversicherung abgesichert werden.
Dr. Heiner Loos, Ulmenallee 30, 16356 Ahrensfelde
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