ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2008Bestimmung natriuretischer Peptide bei Atemnot

MEDIZIN: Übersichtsarbeit

Bestimmung natriuretischer Peptide bei Atemnot

The Use of Natriuretic Peptide Assay in Dyspnea

Dtsch Arztebl 2008; 105(6): 95-100; DOI: 10.3238/arztebl.2008.0095

Christ, Michael; Mueller, Christian

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Einleitung: Akute Atemnot ist ein klinisches Symptom, das häufig zur stationären Einweisung von Patienten führt. Die akute Herzinsuffizienz ist die häufigste Ursache der Atemnot und oft schwierig zu diagnostizieren. Da diese mit einer hohen Morbidität und Letalität verbunden ist, ist eine Optimierung der Diagnostik notwendig.
Methoden: Selektive Literaturaufarbeitung unter Nutzung der Datenbank Medline.
Ergebnisse: Die Bestimmung von BNP („B-type natriuretic peptide“) beziehungsweise des „N-terminal fragments of BNP“ (NT-proBNP) ist für die Diagnose einer Herzinsuffizienz sehr hilfreich und kosteneffizient. Da die Plasmakonzentration natriuretischer Peptide das Ausmaß der systolischen und diastolischen kardialen Dysfunktion widerspiegelt, kann die Bestimmung von BNP/NT-proBNP verwendet werden, um die Prognose von Patienten mit Herzinsuffizienz abzuschätzen. Neben ihrem Einsatz für andere klinische Fragestellungen, wie Prognoseabschätzung von Patienten mit akutem Herzinfarkt oder Indikation zum operativen Klappenersatz bei erworbenen Herzklappenfehlern, werden diese Parameter auch erfolgreich im Therapiemanagement herzinsuffizienter Patienten genutzt.
Diskussion: BNP/NT-proBNP sind wertvolle Biomarker, die die Diagnostik und Therapie von Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen ergänzen.
Dtsch Arztebl 2008; 105(6): 95–100
DOI: 10.3238/arztebl.2008.0095
Schlüsselwörter: natriuretische Peptide, akute Atemnot, akute Herzinsuffizienz, Diagnostik, Prognose
LNSLNS Patienten mit akuter Atemnot haben ein hohes Sterberisiko (1), das vor allem auf kardiale Ursachen wie eine akute Herzinsuffizienz zurückzuführen ist. Die Diagnosestellung der akuten Herzinsuffizienz ist schwierig, weil die klinische Diagnostik wenig sensitiv und spezifisch ist (2). Ziel nachfolgender Ausführungen ist es, klinisch wichtige Erfahrungen im Umgang mit natriuretischen Peptiden in Diagnostik und Therapie kritisch darzulegen. Die Datenlage zum „B-type natriuretic peptide“ (BNP) wird vorgestellt und diskutiert, wobei auch wichtige Daten zum „N-terminal fragment of BNP“ (NT-proBNP) einbezogen werden.

Methoden
Es erfolgte eine selektive Literaturaufarbeitung unter Nutzung der Datenbank Medline (1966 bis Juni 2007) mit den Suchbegriffen „natriuretic peptides“, „B-type natriuretic peptide“, „NT-proBNP“, „heart failure“, „acute dyspnea“, „outcome“, „mortality“ sowie eine Suche in aktuellen Übersichtsarbeiten. Die Autoren wählten relevante Manuskripte zum Thema Diagnostik, Prognose und Therapiemonitoring aus.

Natriuretische Peptide – Wichtige Hormone des Herzens
BNP wird als Prohormon vor allem im linksventrikulären Myokard nach myokardialer Dehnung bei Volumen- und Druckbelastung synthetisiert und durch neurohumorale Stimulation pulsatil in die Zirkulation freigesetzt (3). Durch die enzymatische Spaltung des Prohormons entsteht das aktive Hormon BNP (C-terminal) und das inaktive N-terminale Fragment (NT-proBNP). Neben den namengebenden natriuretischen Effekten (Abnahme der tubulären Natriumreabsorption) bewirkt BNP eine periphere Vasodilatation. Außerdem wird durch BNP die sympathoadrenerge Aktivität inhibiert und die Reninfreisetzung sowie die Aldosteronproduktion reduziert (3).

Die neutrale Endopeptidase (30 %) und Rezeptor-vermittelte Endozytose (70 %) führen zur Inaktivierung des Hormons (3). Die Halbwertszeit des aktiven Hormons beträgt circa 22 min, wohingegen das NT-proBNP eine Halbwertszeit von circa 60 bis 120 min hat und eine deutlich bessere Stabilität ex vivo aufweist (mehrere Tage) (4). Da NT-proBNP vor allem renal eliminiert wird, sind die NT-proBNP-Spiegel stärker von der glomerulären Filtrationsrate abhängig.

Eine Erhöhung zirkulierender BNP-Spiegel reflektiert vor allem einen dekompensierten kardiovaskulären Zustand und korreliert mit der linksventrikulären (LV) enddiastolischen Wandspannung (3). Aus diesem Grund wird BNP als Marker von Erkrankungen eingesetzt, die mit einer LV- oder rechtsventrikulären (RV-) Dysfunktion assoziiert sind (4).

Bedeutung in der Labordiagnostik
Neben automatisierten Assays für Großlabors werden „point of care“-Assays kommerziell angeboten, die es ermöglichen, BNP/NT-proBNP „bedside“ zu bestimmen. Von praktischer Bedeutung ist, dass auch bei „point-of-care“-Assays standardisiert Qualitätskontrollen durchgeführt werden: Diese umfassen zum einen die in jedem Assay integrierten Standards, zum anderen regelmäßige externe Prüfungen der Qualität.

Viele klinische Aussagen sind auf Untersuchungen mit einem „point of care“-BNP-Assay zurückzuführen. Inzwischen liegen auch zahlreiche Resultate zu NT-proBNP vor. BNP-Spiegel korrelieren bei Patienten mit akuter Atemnot eng mit NT-proBNP-Spiegeln. Diese Korrelation ist jedoch bei anderen Populationen deutlich geringer. Da die Werte nicht mittels einfacher Kalkulation umgerechnet werden können, müssen spezifische Grenzwerte für BNP beziehungsweise NT-proBNP verwendet werden. Wichtig erscheint, dass einmal eingeführte Tests nur nach Abstimmung von Labormedizinern und Klinikern gewechselt werden, weil die mit einem Test gesammelte klinische Erfahrung nur schwer auf einen anderen Test übertragen werden kann. Die Messung natriuretischer Peptide wird derzeit mit etwa 25 Euro vergütet (EBM2000plus, Fassung vom 3. Quartal 2007).

Grenzwerte für die Diagnostik der Herzinsuffizienz
Die Konzentration natriuretischer Peptide ist als quantitativer Marker zu verstehen, wobei die Höhe der Spiegel mit dem Schweregrad der Herzinsuffizienz korreliert. Im klinischen Alltag hat sich die Verwendung zweier Grenzwerte als praktikabel erwiesen (Grafik 1):

- Bei BNP-Spiegeln < 100 pg/mL ist eine Herzinsuffizienz bei Patienten mit akuter Atemnot sehr unwahrscheinlich (hoher negativ prädiktiver Wert 90 %; 95 -%-Konfidenzintervall [CI]: 88–91) (5).
- Bei BNP-Spiegeln > 400 pg/mL besteht demgegenüber sehr wahrscheinlich eine Herzinsuffizienz (positiv prädiktiver Wert > 90 %) (4, 6).
Mit den genannten BNP-Grenzwerten kann bei drei von vier Patienten die korrekte Diagnose gestellt werden (6, 8). Bei den zitierten Untersuchungen handelt es sich um konsekutive, nicht weiter selektionierte Patienten, die sich wegen akuter Atemnot im Notfallbereich einer Klinik vorgestellt haben. In der BASEL-Studie wiesen etwa 50 % dieser Patienten eine kardial bedingte Atemnot auf (8). Die BNP-Werte sind ausgeglichen verteilt: 37 % der untersuchten Patienten hatten BNP-Werte unter 100 pg/mL, wohingegen 40 % der Patienten BNP-Werte über 400 pg/mL aufwiesen (8). Bei Messwerten zwischen diesen Grenzwerten (Grauzone) ist es schwierig, mithilfe der BNP-Werte die Ursache der Atemnot richtig zu diagnostizieren. Im Grauzonenbereich müssen differenzialdiagnostisch auch andere Krankheitsbilder wie etwa eine Lungenembolie oder eine Pneumonie erwogen werden, die ebenfalls zu einer leichten Erhöhung natriuretischer Peptide führen können.

Der diagnostische Nutzen der Bestimmung von natriuretischen Peptiden wurde zu einem Zeitpunkt untersucht, als die komplexe Abhängigkeit der BNP/NT-proBNP-Plasmaspiegel von anderen Faktoren nicht ausreichend charakterisiert war (8, 11). Neuere Untersuchungen belegen, dass eine eingeschränkte Nierenfunktion zu einer Erhöhung der BNP-Spiegel, ein erhöhtes Körpergewicht zu einer Senkung der Spiegel führt. Die diagnostische Genauigkeit von BNP kann somit weiter verstärkt werden, wenn bei Patienten mit Niereninsuffizienz ein Wert von 200 pg/mL als „Cut-off“ zum Ausschluss einer Herzinsuffizienz verwendet wird und man bei adipösen Patienten (BMI > 35 kg/m2) niedrigere Cut-off-Werte zugrunde legt (für BNP: 50 pg/mL zum Ausschluss und 200 pg/mL zum Nachweis) (7). In der BASEL-Studie hatten 16 % beziehungsweise 7 % der Patienten einen BMI über 30 beziehungsweise 35 kg/m2. Dagegen spielt bei dieser Indikation weder das Alter noch das Geschlecht eine wesentliche Rolle. BNP/NT-proBNP-Werte sollten deshalb immer im klinischen Kontext interpretiert werden.

Bestimmung in der Klinik
Bei Patienten mit akuter Atemnot ist die Ursache der Atemnot meist auf eine akute Herzinsuffizienz oder auf eine Lungenerkrankung zurückzuführen (8). Viele erfahrene Kollegen werden vermuten, dass mit einfachen diagnostischen Mitteln leicht zwischen einer kardialen und einer nicht kardialen Atemnot in der täglichen Praxis unterschieden werden kann. Eine systematische Untersuchung zeigt jedoch, dass es keine klinischen Symptome gibt, die eindeutig die eine oder die andere Diagnose zulassen (2).

Stellenwert in der Diagnostik der Herzinsuffizienz
Eine Herzinsuffizienz ist häufig und mit einer hohen Morbidität und Letalität verbunden (Grafik 2). Häufige Rehospitalisierungen wegen einer Herzinsuffizienz (1) schränken die Lebensqualität der betroffenen Patienten deutlich ein. Es werden hohe Folgekosten für das Gesundheitssystem generiert. Statistische Erhebungen gehen davon aus, dass jährlich mehr als 50 Milliarden Euro für die Versorgung von Patienten mit Herzinsuffizienz in Europa aufgebracht werden müssen (9).

Die klinisch-diagnostische Herausforderung bei Atemnot sei anhand eines kurzen Beispiels illustriert: Chronische Herzinsuffizienz (CHF) und die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) sind zwei häufig vorkommende Entitäten in der täglichen klinischen Praxis. Patienten ohne pulmonale Vorerkrankungen werden bei zunehmender Dyspnoe relativ rasch einer weiteren kardiologischen Diagnostik wie zum Beispiel der Echokardiografie zugeführt und die entsprechende Abklärung beziehungsweise Therapie wird eingeleitet. Bei einer COPD führt die zunehmende Atemnot zu keiner beziehungsweise zu einer signifikant verzögerten kardialen Diagnostik (10). Eine wünschenswerte Therapie der Herzinsuffizienz wird deshalb nicht oder erst verspätet begonnen. Dies muss vor dem Kontext gesehen werden, dass das Risiko, eine Herzinsuffizienz zu entwickeln, bei Patienten mit COPD etwa 4,5-fach höher ist als bei Patienten ohne COPD (10). Die hohe Letalität von Patienten mit nicht kardialer Atemnot (Grafik 3) ist möglicherweise darauf zurückzuführen, dass die kardiale Komponente der Dyspnoe bei Patienten mit pulmonaler Erkrankung häufig unterschätzt wird.

Die Bestimmung natriuretischer Peptide offeriert in diesem Zusammenhang die Möglichkeit, diese diagnostische Unsicherheit zu beseitigen. In der „Breathing Not Properly“(BNP)-Studie haben Maisel und Mitarbeiter 1 586 Patienten untersucht, die sich mit dem Symptom einer akuten Atemnot im Notfallbereich vorstellten. BNP-Spiegel > 100 pg/mL boten eine Sensitivität und Spezifität von 90 % beziehungsweise 76 % zu unterscheiden, ob eine kardial oder eine nicht kardial bedingte Atemnot vorliegt (11). Die Verwendung von BNP bei der Diagnose einer Herzinsuffizienz erhöhte die diagnostische Genauigkeit auf 81 %, wohingegen diese 74 % betrug unter alleiniger Verwendung klinischer Informationen. Bei einem von 14 Patienten erbrachte deshalb die zusätzliche Bestimmung von BNP die richtige Diagnose. Das klinische Dilemma der korrekten Diagnose bei Patienten mit Atemnot wird allgemein unterschätzt: Liegt eine pulmonale Vorgeschichte (oder ein pulmonales Leitsymptom wie das pneumonische Infiltrat im Röntgenbild) vor, werden kardiale Ursachen häufig unzureichend berücksichtigt (10).

Natriuretische Peptide werden als quantitative Marker der Herzinsuffizienz interpretiert: Je höher der Wert, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Herzinsuffizienz vorliegt (23). Um die Diagnostik zu vereinfachen, werden in der klinischen Praxis üblicherweise zwei Grenzwerte verwendet: Liegen die Werte unterhalb des ersten Grenzwertes, ist die Wahrscheinlichkeit einer Herzinsuffizienz sehr gering. Liegen die Werte oberhalb des zweiten Grenzwertes, ist die Wahrscheinlichkeit einer Herzinsuffizienz sehr hoch (Tabelle). Ein möglicher Algorithmus für den klinischen Einsatz von BNP in der Diagnostik einer kardialen Dyspnoe ist in Grafik 1 dargestellt.

Um den diagnostischen Nutzen der Messung natriuretischer Peptide zu evaluieren und damit auch eine Aussage über die Kosteneffektivität dieser Labordiagnostik treffen zu können, wurde die BASEL-Studie durchgeführt. Bei der BASEL-Studie handelt es sich um eine prospektive und kontrollierte Untersuchung, in der 452 Patienten mit akuter Atemnot randomisiert wurden. Ein Teil der Patienten wurde unter Einbeziehung von BNP betreut, die andere Hälfte der Patienten wurde analog internationaler Richtlinien versorgt. Die Bestimmung von BNP führte zu einer signifikant kürzeren Hospitalisationszeit (8 versus 11 Tage, p = 0,001) und zu einer selteneren Verlegung der Patienten auf die Intensivstation (8). Diese Daten lassen vermuten, dass die singuläre Messung von BNP ein effektiveres Patientenmanagement ermöglicht. Die sich daraus ergebende Kostenersparnis war bis zu einem Jahr nach Indexhospitalisation nachweisbar (12). Die Verwendung von BNP bei der Notfallversorgung von Patienten mit Atemnot führt zu einer kosteneffektiveren Verwendung der verfügbaren Ressourcen.

Prognostische Bedeutung
BNP und NT-proBNP sind neben ihrer diagnostischen Aussagekraft exzellente Marker, um die Prognose eines Patienten mit Atemnot abzuschätzen. Nahezu 30 % der Patienten, die wegen akuter Atemnot hospitalisiert werden, sterben innerhalb von 90 Tagen nach Indexhospitalisation oder müssen wegen symptomatischer Herzinsuffizeinz erneut aufgenommen werden (Grafik 2). Weitere Analysen zeigen, dass bis zu 25 % dieser Patienten innerhalb des ersten Jahres nach Indexhospitalisation sterben (1).

Die prognostische Bedeutung natriuretischer Peptide wurde hierbei in unterschiedlichen Szenarien untersucht: Erhöhte BNP-Spiegel weisen bei Patienten mit akuter Atemnot und bei Herzinsuffizienz auf eine ungünstige Prognose hin (13). Je höher das BNP oder NT-proBNP, desto größer das Risiko eines Patienten, im Verlauf des Follow-Up zu sterben oder wegen einer dekompensierten Herzinsuffizienz stationär behandelt zu werden. Die Erhöhung der BNP- oder NT-proBNP-Werte ist mit einer kontinuierlichen Verschlechterung der Prognose assoziiert. In Grafik 4 ist die Prognose während eines Follow-Up von 24 Monaten in Abhängigkeit von den BNP-Werten aus der BASEL-Studie dargestellt (aus dem Datensatz von [8]). Die 1-Jahres-Letalität in dem BASEL-Kollektiv betrug bei Patienten mit BNP-Werten < 100 pg/mL 13,1 %, bei BNP-Werten von 100 bis 400 pg/mL 29,4 % und von > 400 pg/mL 37,5 %. Ein BNP-Anstieg um je 100 pg/mL ist mit einer Erhöhung des relativen Risikos zu sterben um jeweils 11 % verbunden (95-%-CI: 8 bis 14 %).

Da etwa die Hälfte der Letalität bei Patienten mit Herzinsuffizienz auf einen plötzlichen arrhythmogenen Tod zurückzuführen ist, haben Berger et al. die Assoziation von BNP mit dem plötzlichen Herztod bei 452 Patienten mit einer LV-Ejektionsfraktion unter 35 % untersucht. Bei einem medianen Follow-Up von etwa 1,5 Jahren war bei 10 % der Patienten ein plötzlicher Herztod aufgetreten. Die multivariable Cox-Regressionsanalyse zeigte, dass BNP der einzige Prädiktor war, um das Risiko für den plötzlichen Herztod abzuschätzen. Nur bei 1 % der Patienten mit BNP-Spiegeln unter 130 pg/mL trat ein plötzlicher Herztod auf (14). Diese Ergebnisse konnten die Autoren bei Patienten mit einer LV-EF < 40 % und intrakardialem Defibrillator (Primär- und Sekundärprophylaxe) bestätigen. Bei niedrigen BNP-Spiegeln waren signifikant seltener korrekte antitachykarde Therapien des intrakardialen Defibrillatorsystems nachweisbar. Auch der kombinierte Endpunkt von antitachykarden Therapien und Tod war bei Patienten mit BNP-Werten unter dem Median (183 pg/mL) signifikant seltener. Künftig könnten serielle Messungen natriuretischer Peptide dazu beitragen, eine bessere Risikostratifizierung für tachyarrhythmische Ereignisse durchzuführen (15).

Möglicherweise kann ein Multimarker-Ansatz, bei dem verschiedene Biomarker, die unterschiedliche pathophysiologische Aspekte der Herzinsuffizienz widerspiegeln, die prädiktive Aussagekraft weiter erhöhen. Horwich et al. untersuchten die Bedeutung einer gleichzeitigen Bestimmung von Troponin I und BNP bei 98 Patienten mit ischämischer und nicht ischämischer Kardiopathie. Während einer Beobachtungszeit von 18 Monaten betrug die Letalität von Patienten, bei denen weder Troponin I noch BNP erhöht war, etwa 4 %. Bei Erhöhung beider Marker starben 45 % der Patienten (16). Im Rahmen der BASEL-Studie wurde bei 333 Patienten mit akuter Atemnot gleichzeitig BNP, Troponin I und C-reaktives-Protein bestimmt. Wenn keiner der Marker erhöht war, lag die 2-Jahres-Letalität bei etwa 7 %. War ein Marker erhöht, war die Letalität auf 20 %, bei 2 beziehungsweise 3 erhöhten Markern war die Letalität auf 50 % beziehungsweise 60 % erhöht. (17). Inwieweit eine Änderung des therapeutischen Vorgehens, zum Beispiel Revaskularisation, intensivierte medikamentöse Therapie, das Überleben verbessert, wurde bisher nicht systematisch untersucht.

Einsatz im Therapiemonitoring
Wichtig für den Einsatz natriuretischer Peptide für das Therapiemonitoring ist vor allem die Beobachtung, dass ein Absinken des BNP- oder NT-proBNP-Wertes unter adäquater Behandlung mit einer Reduktion der Letalität assoziiert ist. Es erscheint deshalb folgerichtig, dass die Bestimmung dieser Marker im praktischen Management von herzinsuffizienten Patienten hilfreich sein sollte.

Derzeit liegen ermutigende Ergebnisse von wenigen randomisierten Studien zu dieser Fragestellung vor. In der weltweit ersten Untersuchung zu diesem Thema wurden 69 Patienten mit symptomatischer Herzinsuffizienz (New York Heart Association[NYHA]-Klasse II–IV; Linksventrikuläre Ejektionsfraktion < 40 %) randomisiert und entweder nach NT-proBNP-Werten oder nach klinischen Gesichtspunkten therapiert. Innerhalb von zehn Monaten traten bei Patienten mit Therapieoptimierung unter Einbeziehung natriuretischer Peptide signifikant weniger Ereignisse auf wie etwa Tod oder Hospitalisation wegen Herzinsuffizienz oder erneuter Dekompensation (19 versus 54, p = 0,02) (18). Zu vergleichbaren Ergebnissen kamen die Autoren der STARS-BNP-Studie, die 220 Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz und systolischer linksventrikulärer Dysfunktion gemäß aktuellen ESC-Richtlinien (ESC, European Society of Cardiology) behandelten (19). In der BNP-Gruppe wurde versucht, durch Therapieoptimierung BNP-Werte unter 100 pg/mL zu erreichen. Während eines medianen Follow-up von 15 Monaten trat der primäre Endpunkt, das heißt eine ungeplante Hospitalisation oder Tod wegen Herzinsuffizienz, in der BNP-Gruppe signifikant weniger häufig auf (24 %) als in der Vergleichsgruppe (52 %; p < 0,001). Ergebnisse von Studien, die andere Resultate in dieser Fragestellung erbracht haben, liegen zurzeit nicht vor.

Die Orientierung nach den Werten natriuretischer Peptide scheint vor allem zu einer höher dosierten medikamentösen Therapie zu führen, die ACE-Hemmer, Betablocker, Schleifendiuretika und gegebenenfalls Spironolacton beinhaltet. Da in die zitierten Studien vor allem Patienten mit systolischer Dysfunktion eingeschlossen wurden, ist die Bedeutung dieses Vorgehens bei Patienten mit erhaltener LV-Funktion noch nicht hinreichend geklärt. Als mögliche Folgen einer zu aggressiven nachlastsenkenden Therapie müssen unerwünschte Effekte wie orthostatische Dysregulation und resultierende Stürze vor allem bei älteren Patienten beachtet werden. Obwohl diese Studienergebnisse sehr ermutigend sind, müssen weitere Studien vor allem mit älteren Patienten, zum Beispiel TIME-CHF (TIME-CHF, Trial of Intensified versus Standard Medical Therapy in Elderly Patients with Congestive Heart Failure) abgewartet werden.

Weitere Erkrankungen
Die bisherigen Ausführungen haben sich in erster Linie auf den Einsatz von natriuretischen Peptiden in der Diagnostik, Prognoseabschätzung und Therapieoptimierung bei Patienten mit Herzinsuffizienz beziehungsweise bei Patienten mit akuter Atemnot konzentriert. Zwischenzeitlich konnte gezeigt werden, dass die Bestimmung von BNP/NT-proBNP auch in anderen Situationen einen wichtigen Stellenwert einnimmt: Die Erhöhung von BNP-Spiegeln bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom (20) oder Lungenembolie ist mit einer erhöhten Letalität verbunden. Man vermutet, dass erhöhte BNP-Spiegel in diesen Situationen eine kardiale Dekompensation zeigen. Möglicherweise kann die Bestimmung natriuretischer Peptide auch dazu beitragen, einen optimalen Operationszeitpunkt für Patienten mit erworbenen Klappenfehlern festzulegen. Entsprechende Ergebnisse wurden bereits für Patienten mit Mitralinsuffizienz, Aorteninsuffizienz und Aortenstenose publiziert (21, 22).

Auch bei Sepsis sind erhöhte Spiegel natriuretischer Peptide mit einer ungünstigen Prognose verknüpft. Ob eine Erhöhung der Spiegel auf subtile Veränderungen der myokardialen Funktion oder auf die Endotoxin-vermittelte Synthese von BNP-mRNA zurückzuführen ist, ist noch unklar.

Resümee
Die Bestimmung natriuretischer Peptide ist ein wichtiger Baustein in der Betreuung von herzinsuffizienten Patienten. Während die Bedeutung von BNP- beziehungsweise NT-proBNP-Werten bei der Diagnostik und Prognoseabschätzung inzwischen sehr gut verstanden ist, sind individuelle Veränderungen der Plasmaspiegel und ihre Verbindung mit spezifischen therapeutischen Konsequenzen noch nicht abschließend evaluiert. Wann immer möglich, sollten die Algorithmen angewendet werden, die in den randomisierten Studien eingesetzt wurden.

Interessenkonflikt
Prof. Mueller erhielt Forschungsgrants der Schweizerischen Nationalfonds, der Schweizerischen Herzstiftung, der Novartis-Stiftung, der Krokus-Stiftung, der Universität Basel sowie von den Firmen Abott, Biosite, Brahms und Roche Diagnostics.
PD Dr. Christ wurde durch Forschungsgrants von der Firma AstraZeneca unterstützt.

Manuskriptdaten
eingereicht: 6. 2. 2007, revidierte Fassung angenommen: 8. 10. 2007

Anschrift für die Verfasser
PD Dr. med. Michael Christ
Medizinische Klinik A
Universitätsspital
Petersgraben 4, 4031 Basel, Schweiz
E-Mail: MicChrist@uhbs.ch

Summary
The Use of Natriuretic Peptide Assay in Dyspnea
Introduction: Acute dyspnea is a common symptom in patients admitted to hospital via emergency department. Heart failure is a common cause with high morbidity and mortality, but diagnostically challenging. Improvement in diagnostic techniques is needed. Methods: Selective search of Medline. Results: B-type natriuretic peptide (BNP) and its N-terminal fragment (NT-proBNP) are extremely helpful in the diagnosis of heart failure in patients with acute dyspnea. The use of natriuretic peptide assay has also been shown to be cost-effective. Since plasma levels of natriuretic peptides reflect the extent of systolic and diastolic dysfunction, measurement of natriuretic peptides is helpful in estimating overall risk in patients with heart failure or acute myocardial infarction. They have also been used in the management of patients with valvular disease and in tailoring therapy in patients with heart failure. Discussion: BNP and NT-proBNP are quantitative markers of heart failure that are helpful for diagnosis, prognosis and treatment monitoring.
Dtsch Arztebl 2008; 105(6): 95–100
DOI: 10.3238/arztebl.2008.0095
Key words: natriuretic peptides, acute dyspnea, acute heart failure, diagnosis, prognosis

The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de
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