ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2008Women’s Health initiative

MEDIZINREPORT

Women’s Health initiative

Dtsch Arztebl 2008; 105(6): A-265 / B-237 / C-233

Siegmund-Schultze, Nicola

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LNSLNS Die US-amerikanische Women’s Health Initiative (WHI) ist als Präventionsstudie angelegt. Von 16 608 postmenopausalen Frauen im Alter zwischen 50 und 79 Jahren (Durchschnitt: 63 Jahre) erhielten 8 506 Teilnehmerinnen eine Kombination aus equinen, konjugierten Östrogenen und Medroxyprogesteronacetat, die andere Gruppe (8 102 Frauen) bekam Placebo. Primäre Endpunkte waren koronare Herzkrankheit (KHK) und die Rate der Mammakarzinome. Im Juli 2002 wurde die WHI-Studie vorzeitig nach circa fünf Jahren abgebrochen (geplant waren 8,5 Jahre), denn sowohl das kardiovaskuläre wie auch das Krebsrisiko waren bei Frauen unter Östrogen-Gestagen-Therapie erhöht. So gab es unter der HT 38 Mammakarzinome pro 10 000 Frauen pro Jahr, in der Placebogruppe waren es 30 Tumoren pro 10 000 Personen pro Jahr, sowie eine Erhöhung des Risikos für Brustkrebs um 26 Prozent. Es kam auch häufiger zu Herzinfarkten (plus 29 Prozent), und zu Schlaganfällen (plus 41 Prozent). Das Risiko für Lungenembolien war bei der HT im Vergleich zu Placebo etwa doppelt so hoch (JAMA 2002; 288: 321–3). nsi

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