ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2008Krankenhäuser: Gefahr von Allgemeinplätzen
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Der Artikel bietet wenig konkrete Hilfen zur Beseitigung von Schwachstellen in der Organisation von Krankenhäusern. Der Hauptvorwurf an den Artikel ist, dass die angeführten Grundsätze Allgemeingut sind . . . Beispiele:
– Wenn man im Titel das Schlagwort „Prozessqualität“ einfacher durch den Begriff „gute Organisation“ ersetzt, zeigt sich die Banalität der Aussage. Es ist doch selbstverständlich, dass eine gute Organisation Grundlage eines gut funktionierenden Betriebs ist.
– „Die Optimierung und Gestaltung einer guten Systemlogistik ist eine bereichsübergreifende Problemstellung.“ Es ist doch selbstverständlich, dass zu einer Organisationsverbesserung alle beteiligten Stellen zusammenarbeiten müssen.
– „In dieser interaktionszentrierten Form von professioneller Wertschöpfung kommt die Expertise der Fachkräfte voll zum Tragen. Im Vollzug dieser interaktionszentrierten Arbeit können Fachkräfte ihre Professionsidentität verwirklichen.“ Es ist doch selbstverständlich, dass der Patient und die Heilung beziehungsweise Besserung seiner Krankheit im Mittelpunkt stehen müssen und dass am Krankenbett das Wissen und Können der Fachkräfte zum Einsatz kommen müssen.
Das Hauptdefizit des Artikels ist, dass Handlungsanleitungen für die Umsetzung von konkreten Schritten fehlen. Solche konkreten Hinweise könnten sein:
– Beispiele für Umfragen bei den Beschäftigten über vermutete Defizite und die Auswertung solcher Umfragen (notwendige Anzahl der Befragten? Befragungen aus welchen Bereichen? Patientenbefragungen?)
– Beispiele für Bewertungsskalen der tatsächlichen Heilung oder Besserung des Zustands der Patienten bzw. warum nicht
– Wie können unnötige Wartezeiten für die Patienten erfasst werden? Man könnte zum Beispiel einige
typische Behandlungsfälle verfolgen und Schwachstellen dokumentieren . . .
Dr. Anne Schmidt, Büro für Berufsdermatologie,
Juvenellstraße 45, 90419 Nürnberg
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