ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2008Filmkalender: Im Kino andere Welten entdecken

KULTUR

Filmkalender: Im Kino andere Welten entdecken

Dtsch Arztebl 2008; 105(6): A-280 / B-251 / C-248

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LNSLNS Spannung, Satire und eine sensible Annäherung an einen Mythos – das Deutsche Ärzteblatt stellt alle vier Wochen eine Auswahl sehenswerter Neustarts vor.

Foto: Universal Film
Foto: Universal Film
Drama
Ab 7. Februar:
Der Krieg des Charlie Wilson
Charlie Wilson (Tom Hanks) ist eine Legende in Washington, weil er das Leben eines Kongressabgeordneten und das eines Playboys in Einklang bringt. Doch seine größte Leistung erzielt er im Verborgenen. Anfang der 1980er-Jahre bringt ihn eine enge Vertraute, die Texanerin Joanne Herring (Julia Roberts) dazu, sich im Geheimen für den afghanischen Widerstand gegen die einmarschierten Russen zu engagieren. Mit dem abtrünnigen CIA-Agenten Gust (Philip Seymour Hoffman) reisen sie um die Welt, um gegen die Russen vorzugehen. Die auf Tatsachen beruhende Satire über einen kleinen US-Abgeordneten, der die Rote Armee aus Afghanistan vertreibt, zeigt unterhaltsam Mechanismen und Fallstricke der Politik.
USA 2007, 102 Minuten

Ab 14. Februar:
There will be Blood
Paul Andersons Drama über einen skrupellosen Ölschürfer, der in Kalifornien reich wird, ist einer der beiden Filme, die in diesem Jahr gleich für acht Oscars nominiert sind. Die Geschichte basiert auf Upton Sinclairs fesselndem Roman „Öl!“ aus dem Jahre 1927. Daniel Plainview (Daniel Day-Lewis) stößt Anfang des letzten Jahrhunderts an der Westküste der USA zufällig auf Öl und wird binnen weniger Jahre zum schwerreichen Tycoon. Mehrfach hat er sein Leben riskiert, um an das schwarze Gold zu gelangen. Die Gier nach immer mehr lässt ihn zu einem kaltblütigen Geschäftsmann werden, der nicht duldet, dass sich jemand in seinen Weg stellt. Bis er in Familienvater Eli Sunday (Paul Franklin Dano), auf dessen Grund er nach Öl bohren will, einen ebenbürtigen Gegner findet.
USA 2007, 158 Minuten

Ab 21. Februar:
Die Liebe in den Zeiten der Cholera
Mike Newells Verfilmung des Meisterwerks von Nobelpreisträger Gabriel García Márquez kann zwar nicht mit der grandiosen Buchvorlage mithalten. Aber das romantische Gefühlsdrama um Sehnsucht und zeitlose Liebe überzeugt dennoch durch die ästhetische Kameraarbeit und das opulente Produktionsdesign. Der bettelarme Telegrammbote Florentino (Javier Bardem) verliebt sich anno 1879 unsterblich in die junge Fermina (Giovanna Mezzogiorno), Tochter aus reichem Haus. Zwar schreiben sich beide täglich Liebesbriefe, aber als er um ihre Hand anhält, lehnt sie ab und heiratet den angesehenen Arzt Urbino. Trotzdem gibt Florentino
nicht auf. Während er selbst Direktor einer Fluggesellschaft wird, verfolgt er Ferminas Leben, bis seine große Chance kommt – nach 50 Jahren.
USA 2007, 139 Minuten

Ab 28. Februar:
Michael Clayton
Rechtsanwalt Michael Clayton (George Clooney) arbeitet für die New Yorker Großkanzlei Kenner, Bach & Ledeen. Kollegen nennen ihn den „Janitor“ in Anspielung auf seinen Job: Er erledigt seit 15 Jahren die Schmutzarbeit für Mitgründer Marty Bach (Sydney Pollack). Scheidung, Schulden und Burn-out-Syndrom machen ihn von Bach abhängig. Als ein Mitarbeiter einen Fall sabotiert, muss Clayton wieder einmal die Kastanien aus dem Feuer holen. Doch sein Gegner ist die gefürchtete Karen Crowder (Tilda Swinton). Tony Gilroy, einer von Hollywoods profiliertesten Drehbuchautoren, debütiert mit dem spannenden Justizthriller als Regisseur.
USA 2007, 120 Minuten

Biografie
Ab 28. Februar:
I am not there
Der Vita Bob Dylans nähert sich der renommierte New Yorker Filmemacher Todd Haynes mit einem eigenwilligen Reigen von sechs Episoden. Ungewöhnlich: Sechs Mimen, darunter Christian Bale und Cate Blanchett, verkörpern unterschiedliche Lebensphasen des Künstlers und Facetten seiner Persönlichkeit. Als junger Vagabund kämpft sich Bob Dylan, der 1941 als Robert Allen Zimmerman in Minnesota geboren wurde, in den 50er-Jahren durchs Leben. Im New Yorker Village wird der aufstrebende Folksänger bald zum Aushängeschild der Szene und zur Ikone der Widerstandsbewegung. Doch Dylan weigert sich, Erwartungen zu erfüllen, verstört Fans mit seiner Hinwendung zu elektrisch verstärkter Rockmusik und wird bei einem Motorradunfall schwer verletzt.
USA/Deutschland 2007, 135 Minuten

„Medizin. Im Zeichen des Äskulap“, P. M. Wissensedition, circa 50 Minuten, CMS Complete Media Services, Verkaufsstart: 15. Januar 2008, 10,95 Euro Foto: CMS Complete Media Services GmbH
„Medizin. Im Zeichen des Äskulap“, P. M. Wissensedition, circa 50 Minuten, CMS Complete Media Services, Verkaufsstart: 15. Januar 2008, 10,95 Euro Foto: CMS Complete Media Services GmbH
DVD-Tipp
Meilensteine der Medizingeschichte
Von der Entdeckung der Anatomie und des Blutkreislaufs über die Entwicklung der Narkose und erster Impfstoffe bis hin zur Entstehung der antiviralen Forschung im Zuge der Aidstherapie – in der Medizin kam es immer wieder zu großen Entwicklungsschüben aufgrund neuer Erkenntnisse. Diesen Entdeckungen ist die neue Ausgabe der P. M.-Wissenschaftsreihe „Meilensteine“ gewidmet: Der knappe, aber dennoch fesselnde Abriss lädt dazu ein, sich näher mit der Medizingeschichte zu befassen.
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