ArchivDeutsches Ärzteblatt15/1997Neue Definition der Minimalasbestose

POLITIK: Medizinreport

Neue Definition der Minimalasbestose

Heitz, Philipp U.

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LNSLNS Die Definition der Minimalasbestose allein anhand rasterelektronenmikroskopischer Befunde am histologischen Schnittpräparat wird vom Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Pathologie als nicht ausreichend erachtet: sie sei weder im nationalen noch internationalen Schrifttum verbindlich niedergelegt, noch in begutachteten Zeitschriften akzeptiert worden. Daher hat der Vorstand auf seiner letzten Sitzung in Zürich folgender Definition der Minimalasbestose als Lehrmeinung im Fachgebiet der Pathologie zugestimmt:
"Die international gültige Definition der Minimalasbestose (Asbestose Grad 1 nach der anglo-amerikanischen Nomenklatur) beinhaltet den lichtmikroskopischen Nachweis minimaler Fibrosierungsherde im Bereich der Bronchioli respiratorii und der begleitenden Gefäße mit Einstrahlung bis maximal in die direkt angrenzenden Alveolarsepten sowie in diesen Arealen eingelagerten Asbestkörper. Dabei reicht der zufällige (einmalige) Nachweis von Asbestkörpern zur Diagnosestellung einer Minimalasbestose nicht aus. Ein staubanalytischer Grenzwert für die Minimalasbestose ist nicht definiert." Prof. Dr. med. Philipp U. Heitz

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