ArchivDeutsches Ärzteblatt PP2/2008Telematik: Angriff auf den Rechtsstaat
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LNSLNS . . . Dass die Politik die E-Card will, ist bekannt. Dass die Patienten sie angeblich wollen, hätte ich gern durch unabhängige Umfragen belegt. Wenn dies bisher so sein sollte, wären die Ärzte die Einzigen, die dies verhindern könnten. Die E-Card ist ein Angriff auf den Rechtsstaat, weil:
– jeder interessierte Arbeitgeber oder jede Versicherung, die sich einen unterdurchschnittlichen Hacker leisten kann und will, sich ausgiebig über die Gesundheitsprobleme seiner/ihrer Angestellten oder (potenziell) künftigen Versicherten informieren kann.
– die Investitionskosten und laufenden Kosten überwiegend beim Arzt hängen bleiben, die IT-Branche den Reibach macht . . .
Wozu braucht man so ein zentralistisches System (wenn man einmal vom Nutzen der IT-Branche absieht)? Nur zur Totalkontrolle. Ein weiteres Problem der Zentralisierung ist die Störanfälligkeit. Ein Serverausfall ist garantiert effektiver als ein Ärztestreik, was die medizinische Versorgung anbetrifft . . . Ich kann es verstehen, dass das DÄ verpflichtet ist, im Amtsteil etwas Positives über die E-Card zu schreiben, ansonsten erwarte ich eher, dass es hilft, einen Weg zu suchen, den Willen der meisten Ärzte durchzusetzen: dass die E-Card dort landet, wo sie hingehört: auf die Müllhalde der Geschichte!
Dr. med. Torsten Traut, Schloss Hamborn Nr. 67, 33178 Borchen
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