ArchivDeutsches Ärzteblatt PP2/2008psychisch Kranke Eltern: Resilienz der Kinder stärken

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psychisch Kranke Eltern: Resilienz der Kinder stärken

PP 7, Ausgabe Februar 2008, Seite 82

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LNSLNS Kinder, deren Mütter psychisch erkrankt sind oder unter Suchterkrankungen leiden, haben ein hohes Risiko, in ihrer Entwicklung beeinträchtigt zu werden. US-amerikanische Wissenschaftler verschiedener Gesundheitsinstitutionen haben jetzt ein Programm getestet, um die innere Widerstandsfähigkeit, die sogenannte Resilienz, von Kindern aus problembelasteten Familien zu stärken. An der Studie nahmen 253 Kinder teil, deren Mütter von psychischen Erkrankungen, Suchterkrankungen und Missbrauchserfahrungen betroffen waren. Die Kinder der Interventionsgruppe erhielten Psychoedukation und ein mehrwöchiges, traumaorientiertes Gruppentraining zum Aufbau sozialer Kompetenzen und Problemlösefertigkeiten. Außerdem wurde jedem Kind ein Mentor zur Seite gestellt, und es wurde auf eine offene und supportive Atmosphäre in der Gruppe geachtet. Die Kontrollgruppe erhielt hingegen unspezifischere Unterstützung, zum Beispiel allgemeine Familienhilfe und Gespräche. Die Mütter wurden in verschiedene Programme zur Bewältigung ihrer Probleme eingebunden. „Es zeigte sich, dass die Kinder davon profitierten, wenn es den Müttern besser ging“, so die Wissenschaftler. Auf Dauer trug jedoch vor allem das Interventionsprogramm dazu bei, dass die Kinder Fähigkeiten und Stärken entwickelten, um ihre belastenden Lebensumstände besser zu bewältigen. ms

Noether C, Brown V, Finkelstein N, Russell L, VanDeMark N, Morris L, Graeber C: Promoting resiliency in children of mothers with co-occurring disorders and histories of trauma. Journal of Community Psychology 2007; 35(7): 823–43.
Chanson Noether, Policy Research Associates, 345 Delaware Avenue, Delmar, NY 12054, E-Mail: cnoether@prainc.com
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