ArchivDeutsches Ärzteblatt PP2/2008Psychische gesundheit: Jung, aber keineswegs beschwerdefrei

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Psychische gesundheit: Jung, aber keineswegs beschwerdefrei

PP 7, Ausgabe Februar 2008, Seite 82

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LNSLNS Wissenschaftler der Universität Basel untersuchten psychosomatische Beschwerden und psychisches Wohlbefinden im Jugendalter und befragten dazu 1 183 Schweizer Jugendliche im Alter zwischen 13 und 25 Jahren. Mehr als drei Viertel der Befragten gaben an, nur gelegentlich unter psychosomatischen Beschwerden zu leiden. 22 Prozent der Befragten galten hingegen als hochbelastet. Sie litten häufig unter körperlichen Beschwerden und höheren Belastungen, vor allem unter Erschöpfungsgefühlen. Mädchen waren in dieser Gruppe zahlreicher vertreten als Jungen. Dieser Geschlechterunterschied machte sich spätestens ab Mitte der Adoleszenz bemerkbar. „Körperbeschwerden gehen mit einem herabgesetzten Wohlbefinden einher“, berichten die Autoren und weisen darauf hin, dass symptombelastete Kinder und Jugendliche auch im Erwachsenenalter ein höheres Beschwerdeerleben aufweisen. Da Langzeitfolgen zu befürchten sind, fordern sie, den psychosomatischen Beschwerdesymptomen im Jugendalter eine höhere Bedeutung zuzumessen, als dies gegenwärtig geschieht. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Symptome oft unbestimmter Natur sind und die Schüler sie als dumpfes Gefühl des Unwohlseins wahrnehmen, ohne sie jedoch verbal präzise beschreiben zu können. ms

Gerber M, Pühse U: Psychosomatische Beschwerden und psychisches Wohlbefinden – Eine Untersuchung bei Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe II. Psychologie in Erziehung und Unterricht 2007; 54(4): 223–35.
Dr. Markus Gerber und Prof. Dr. Uwe Pühse, Institut für Sport und Sportwissenschaften, Universität Basel, St. Jakobhalle, Brüglingen 33, CH-4052 Basel
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