ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2008Notfallmedizin in Europa: Gesellschaft fordert eigenen Facharztstatus

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Notfallmedizin in Europa: Gesellschaft fordert eigenen Facharztstatus

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Foto: Becker & Bredel
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Notfallmedizin in Europa
Gesellschaft fordert eigenen Facharztstatus
Die European Society for Emergency Medicine (EuSEM) hat eine Grundsatzerklärung zur Notfallmedizin in Europa verabschiedet. Sie enthält neben einer Standortbestimmung die Forderung, europaweit einen Facharzt für Notfallmedizin einzuführen. Damit solle allen Menschen in Europa der Zugang zu einer hoch qualifizierten und evidenzbasierten Versorgung in den Notaufnahmen offenstehen. Der EuSEM zufolge haben alle angelsächsischen Länder und etwa die Hälfte der europäischen Staaten den Facharzt für Notfallmedizin als eigenständige Facharztbezeichnung bereits eingeführt. Während in den meisten Ländern Notfallmedizin mit einer Tätigkeit in der Notaufnahme verbunden werde, habe Deutschland bisher einen anderen Weg beschritten. Notfallmedizin sei hier gleichbedeutend mit Notarztdienst. Diese Definition greife aber zu kurz, so die EuSEM.
Die europäischen Richtlinien sehen für den Erwerb des Facharzttitels für Notfallmedizin eine Weiterbildungszeit von fünf Jahren vor. Von diesen müssen mindestens drei Jahre in einer anerkannten Notaufnahme abgeleistet werden. Weitere sechs Monate müssen aus den Gebieten Anästhesiologie oder Intensivmedizin nachgewiesen werden. In der EuSEM haben sich nationale Gesellschaften aus 22 europäischen Ländern zusammengeschlossen. EB
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