ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2008Burn-Out-Syndrom: Vertragsärzte weniger gefährdet als Klinikärzte

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Burn-Out-Syndrom: Vertragsärzte weniger gefährdet als Klinikärzte

Rieser, Sabine

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Foto: Vario Images
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Vertragsärzte können sich offenbar relativ erfolgreich vor einem Burn-out-Syndrom schützen – zumindest im Vergleich zu Klinikärzten. Das geht aus einer Studie der Brendan-Schmittmann-Stiftung des NAV-Virchow-Bundes hervor. Der Stiftungsvorsitzende, Harald Mau, führt die Ergebnisse der Untersuchung darauf zurück, dass Vertragsärzte nicht mit ausgeprägten Leitungshierarchien konfrontiert seien.

Der Studie liegen Befragungen von niedergelassenen Ärzten aus den Jahren 1996, 2002, 2004 und 2007 zugrunde. Demnach sind nur etwa fünf Prozent der Ärzte einem Burn-out-Syndrom sehr nahe. Rund zwölf Prozent scheinen weit davon entfernt. Etwa 80 Prozent der Vertragsärzte sind allenfalls gering gefährdet. Gleichwohl sind die Ergebnisse zwiespältig.

Zwar haben sich drei Viertel der befragten niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte über die Untersuchungszeit hinweg ein positives Verhältnis zu ihrem Beruf bewahrt. Dennoch belegen die empirischen Daten, dass sie seit Jahren unter einer immensen Arbeitsbelastung leiden. Neben Erschöpfung, Schlafdefiziten und unregelmäßigen Mahlzeiten klagen Ärzte, dass ihnen die Überbeanspruchung in der Praxis kaum Zeit für ihr Privatleben lässt. Mehr als die Hälfte gibt an, zu wenig Zeit für die Patienten zu haben. Auch die wirtschaftliche Situation belastet die Betroffenen.

Die vollständige Studie kann gegen eine Schutzgebühr von 15 Euro im Internet bestellt werden: www. nav-virchowbund.de. Rie
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