ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2008Arbeitslosigkeit und Gesundheit aus sozialmedizinischer Sicht: Schlusswort

MEDIZIN: Diskussion

Arbeitslosigkeit und Gesundheit aus sozialmedizinischer Sicht: Schlusswort

Unemployment and Health – a Public Health Perspective: In Reply

Dtsch Arztebl 2008; 105(7): 127; DOI: 10.3238/arztebl.2008.0127b

Weber, Andreas

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LNSLNS Den Kollegen Hebebrand und Wiltfang herzlichen Dank für die wichtige Ergänzung um den Aspekt der Arbeitslosigkeit bei jüngeren, insbesondere psychisch kranken Menschen („U 25“). Hier besteht in der Tat eine besondere Problematik, die einer intensivierten multiprofessionellen Zusammenarbeit bedarf. Ohne völlig neue und ergänzende Versorgungsstrukturen zu schaffen, müssen die ersten Ansprechpartner vor Ort befähigt werden, den Bedarf für eine entsprechende Diagnostik und Therapie zu erkennen und die Umsetzung im Fallmanagement zu realisieren. Dem dient gerade auch das sehr interessante Essener Projekt. Die von Hebebrand und Wiltfang mitgeteilten ersten Ergebnisse unterstreichen aber nicht nur die Wichtigkeit eines kompetenten (fach-)ärztlichen Engagements, sondern stehen auch im Einklang mit den Erkenntnissen des aktuellen Kinder- und Jugendsurveys aus 2007 (www.kiggs.de), nach denen bereits 22 % der an 167 Orten untersuchten Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahre (n ~ 18 000) psychische Störungen und Suchterkrankungen aufwiesen. Die Ermöglichung einer beruflichen Perspektive mit der Chance auf ein eigenständig gestaltbares Leben junger Menschen geht gerade vor dem Hintergrund dieser Daten weit über ärztliches Handeln oder Modellprojekte hinaus und bleibt eine prioritäre sozialpolitische Herausforderung.
DOI: 10.3238/arztebl.2008.0127b

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. habil. Andreas Weber
Institut für Qualitätssicherung in Prävention und Rehabilitation (iqpr GmbH)
an der Deutschen Sporthochschule
Sürther Straße 171
50999 Köln
E-Mail: weber@iqpr.de

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