ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2008Dermatologie: Empfehlenswertes Meisterwerk

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Dermatologie: Empfehlenswertes Meisterwerk

Dtsch Arztebl 2008; 105(8): A-398 / B-356 / C-352

Brandt, Oliver

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Peter Altmeyer: Dermatologische Differenzialdiagnose. Springer, Heidelberg, 2007, 727 Seiten, gebunden, 199,95 Euro
Peter Altmeyer: Dermatologische Differenzialdiagnose. Springer, Heidelberg, 2007, 727 Seiten, gebunden, 199,95 Euro
Gute Kliniker – und das gilt nicht nur für Dermatologen – zeichnen sich durch eine exzellente Kenntnis der für ihr Fachgebiet bedeutsamen Krankheitsbilder aus. Hierzu gehört neben einem fundierten Wissen über die therapeutischen Optionen vor allem ein meist auf jahrelangen Erfahrungen basierendes diagnostisches Wissen. Mit Letzterem untrennbar verbunden ist die Kenntnis der infrage kommenden Differenzialdiagnosen. Doch die sind gelegentlich zahlreich, und so müssen selbst erfahrene Kliniker bisweilen die entsprechende Fachliteratur wälzen, um zur richtigen Diagnose zu gelangen. Dermatologen haben es diesbezüglich dank der von Peter Altmeyer herausgegebenen „Dermatologischen Differenzialdiagnose“ seit Kurzem erheblich einfacher.

Das Buch ist in einen wenige Seiten umfassenden allgemeinen und einen den Großteil des Werks ausmachenden speziellen Teil gegliedert. Ersterer (Kapitel 1 und 2) macht den Leser mit dem Gebrauch des in dem Buch verwendeten, didaktisch hervorragenden Algorithmus sowie mit dermatologischen Untersuchungstechniken vertraut und beschreibt, welche Faktoren den Weg zur Diagnosefindung erschweren können und deshalb stets zu berücksichtigen sind.

Der in fünf Abschnitte unterteilte und mit 1 129 qualitativ hochwertigen Farbabbildungen versehene spezielle Teil (Kapitel 3 bis 7) ist in die Kapitel „Effloreszenzen“, „Dermatologie der Regionen“, „Mustererkennung“, „Pathologische Reaktionen der Haut“ und ein alphabetisches „Krankheitsregister“ gegliedert. Kernstück des Buchs ist das Kapitel „Dermatologie der Regionen“, in dem die verschiedenen Diagnosen grob nach ihrem Vorkommen in den vier Körperregionen Kopf, Hals-Nacken, Rumpf und Extremitäten eingeteilt sind. Eine zusätzliche Unterteilung in verschiedene Subregionen erlaubt in Kombination mit den Effloreszenzen eine weitere Eingrenzung der infrage kommenden Differenzialdiagnosen. Dies ermöglicht, und das ist das Besondere an dem von Altmeyer verwendeten Algorithmus, eine Minimierung der infrage kommenden Differenzialdiagnosen anhand weniger Stichworte. Zudem sind jedem Abschnitt dieses Kapitels eine kurze Einführung sowie eine „Hitliste“ mit den häufigsten Krankheiten vorangestellt.

Fazit: Ein dermatologisches Meisterwerk, dessen Anschaffung Hautärzten und allen anderen an der Dermatologie interessierten Ärzten empfohlen werden kann. Oliver Brandt
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