ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2008Interview mit Alexander Wurst, Projektleiter der Telehealth

TECHNIK

Interview mit Alexander Wurst, Projektleiter der Telehealth

Dtsch Arztebl 2008; 105(8): A-405 / B-362 / C-358

Krüger-Brand, Heike E.

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
DÄ: Welche organisatorischen und konzeptionellen Veränderungen gibt es im Vergleich zum Vorjahr?
Wurst: Gemeinsam mit unserem wissenschaftlichen Beirat haben wir entschieden, die Telehealth von 2008 an fest in die CeBIT zu integrieren. Um das Zusammenwirken von Gesundheit und Technik noch stärker in den Blick zu rücken, wird das Thema „Informations- und Kommunikationstechnologien (ITK) im Gesundheitsmarkt“ in einer eigenen Halle präsentiert (Halle 8). Außerdem haben wir die 2007 noch stark auf das Thema Telemedizin konzentrierte Veranstaltung um den weiter gefassten Bereich E-Health ergänzt. Zentrale Bestandteile sind ein wissenschaftliches und ein anwenderbezogenes Forum, die Ausstellung sowie Networkingangebote. Beide Foren werden einen starken Praxisbezug haben. Hinzu kommen Best-Practice-Veranstaltungen, Workshops, Podiumsdiskussionen und Highlight-Sessions.

An wen richtet sich die Veranstaltung?
Wurst: Die Telehealth ist eine Plattform für Führungskräfte in Krankenhäusern, Reha- und Altenpflegezentren sowie bei Krankenkassen und den privaten Pflegediensten. Außerdem nutzen
ITK-Entwickler aus dem medizinischen Umfeld die Kongressmesse. Darüber hinaus sind Vertreter aus Politik und Verwaltung und alle am Thema interessierten CeBIT-Besucher herzlich eingeladen.

Was sind die zentralen Themen des Kongresses?
Wurst: Eröffnet wird die Telehealth mit einer Podiumsdiskussion über gesundheitspolitische Themen in Deutschland und Europa. Dr. Klaus Theo Schröder, Staatssekretär des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums, wird dazu in der Auftaktdiskussion gemeinsam mit anderen Sprechern gesundheitspolitische Themen in Deutschland und Europa beleuchten. „Ambient Assisted Living“ thematisiert telemedizinische Module von der Prävention bis zur Betreuung chronisch Schwerstkranker im häuslichen Umfeld. Best-Practice-Vorträge und die Networking-Night runden den ersten Tag ab.
Am zweiten Kongresstag geht es um Telemedizin im Spannungsfeld gesellschaftspolitischer Aspekte sowie um die Finanzierbarkeit telemedizinischer Leistungen. In der Live-Demonstration „TeleMed in Germany“ werden telemedizinische Dienstleistungen von der Prävention bis zum Therapiemanagement vorgestellt.

Die Telehealth will sich als internationale Veranstaltung etablieren. Was bringt der Blick ins Ausland?
Wurst: Telematik im Gesundheitswesen macht nicht an den nationalen Grenzen halt. So wird zum Beispiel die Vorstellung des EU-Aktionsplans Telemedizin 2008 mit Demonstrationen aus Projekten ausgewählter Regionen wie Polen, Tschechien und Griechenland präsentiert. Frankreich, als Partnerland der CeBIT, ist ebenfalls vertreten und zeigt Möglichkeiten des Home-Monitorings mittels Telemedizin. Durch die Beteiligung der Gesellschaften für Telemedizin aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie der European Health Telematics Association im Ausstellungsbereich und in den Foren ist der Blick in die Nachbarländer
und auf die europäische Ebene garantiert. KBr
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema