PHARMA

Kurz infomiert

Dtsch Arztebl 2008; 105(8): A-406

EB

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LNSLNS Rote-Hand-Brief – Roche-Pharma AG (Grenzach-Wyhlen) teilt in einem mit den EU-Behörden und dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) abgestimmten Rote-Hand-Brief vom 18. Februar mit, dass aufgrund von Berichten über Einzelfälle von progressiver multifokaler Leukoenzephalopathie (PML) neue Sicherheitsinformationen in die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation) aufgenommen wurden. Aus den Fallberichten geht hervor, dass Faktoren wie Art der Grunderkrankung, begleitende Immunsuppression und Latenz zwischen Anwendung von CellCept® und Ausbruch der PML eine Einordnung der PML erschweren. Ein Beitrag von CellCept kann aufgrund des in einigen Fällen beobachteten zeitlichen Zusammenhangs nicht ausgeschlossen werden. Ärzte sollten eine PML als Differenzialdiagnose berücksichtigen, wenn neurologische Symptome unter der Behandlung mit CellCept auftreten. Dann sollte an einen Spezialisten überwiesen werden. Bei Patienten, die eine PML entwickeln, sollte eine Reduktion des Ausmaßes der Gesamtimmunsuppression in Betracht gezogen werden. Bei Patienten mit Organtransplantat kann eine Reduktion der Immunsuppression jedoch das Transplantat gefährden.
Voller Wortlaut der Meldung im Internet unter: www.bfarm.de, Abteilung Pharmakovigilanz, Rubrik „Rote Hand Briefe“; weitere Informationen online unter: www.cellcept.de.

Studienteilnehmer mit Altersdiabetes gesucht – Kann bei Patienten mit Altersdiabetes eine frühzeitige Insulintherapie die Gefäß- und Herzfunktion verbessern? Diese Frage wird im Rahmen einer Studie an der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg untersucht. Im Fokus steht hierbei der Einfluss des Hormons Insulin auf körpereigene Reparaturmechanismen.

Eine zentrale Rolle bei der Regeneration von Blutgefäßen spielen nach neuesten Erkenntnissen körpereigene Stammzellen, die aus dem Knochenmark ins Blut gelangen und im Tierversuch geschädigte Gefäße regenerieren können. „Unsere wissenschaftlichen Vorarbeiten haben gezeigt, dass diese Stammzellen bei Patienten mit Diabetes von einer Insulintherapie positiv beeinflusst werden und so auch die Regeneration von Gefäßen verbessern könnten“, erklärt Dr. Per Humpert, Arzt der Abteilung Medizinische Klinik I und klinische Chemie und Leiter der Studie. „Es ist bislang weitestgehend unbekannt, ob Insulin neben seinen Einflüssen auf den Blutzucker auch direkt Reparaturvorgänge im Körper anstoßen kann, die in der Folge zu einer Verbesserung der Herz- und Gefäßfunktion führen.“

Im Rahmen der Studie bekommen Diabetespatienten, die bislang nur mit Tabletten behandelt wurden, einmal am Tag zusätzlich Insulin injiziert. Im Laufe der Therapie wird die Herz- und Gefäßfunktion mit modernsten Technologien untersucht. Interessierte wenden sich bitte an: Sandra Bischoff, Studienkoordinatorin, Abteilung Medizinische Klinik I und klinische Chemie, Telefon: 0 62 21/56 86 06.

Ivemend® – MSD hat die Zulassung für Ivemend (Fosaprepitant-Dimeglumin) erhalten, eine neue intravenöse Therapie zur Prävention von Übelkeit und Erbrechen nach Chemotherapie. Ivemend enthält eine intravenös anzuwendende Vorstufe (Prodrug) der oralen Darreichungsform von Emend® (Aprepitant). Das Prodrug Fosaprepitant wird nach parenteraler Gabe im Körper schnell in Aprepitant umgewandelt. Ivemend ist als Teil einer Kombinationstherapie zur Prävention akuter und verzögerter Übelkeit und Erbrechen bei hoch emetogener, auf Cisplatin basierender Chemotherapie sowie bei moderat emetogener Chemotherapie zugelassen.

Ivemend kann an Tag eins der Behandlung vor der Chemotherapie alternativ zur oralen Darreichungsform (Emend 125 mg Hartkapseln) eingesetzt werden. Das empfohlene Therapieregime für Tag zwei und drei ist nach wie vor je eine 80-mg-Kapsel Emend, um den Patienten über den Zeitraum von fünf Tagen vor Übelkeit und Erbrechen zu schützen. EB
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