ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSPRAXiS 1/2008Studie: Handystrahlung verursacht Schlafstörungen

Supplement: PRAXiS

Studie: Handystrahlung verursacht Schlafstörungen

Dtsch Arztebl 2008; 105(9): [15]

EB

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Eine vom Mobile Manufacturers Forum, einer Organisation namhafter Handyhersteller, in Auftrag gegebene Studie legt nahe, dass die Strahlung von Mobiltelefonen negative Effekte auf den menschlichen Körper haben kann (www.mmfai.org). Die Studie ergab, dass die Verwendung von Mobiltelefonen vor dem Schlafengehen die Qualität des Schlafs beeinträchtigt und Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen sowie Depressionen auslösen kann, berichtete die Zeitung „The Independent“. Durchgeführt wurde die Studie vom Karolinska-Institut und der Uppsala-Universität in Schweden gemeinsam mit der Wayne State University in Michigan, USA. Die Wissenschaftler untersuchten 35 Männer und 36 Frauen im Alter von 18 bis 45 Jahren. Eine Teilnehmergruppe wurde einer Strahlung von 884 MHz ausgesetzt, die der von Mobiltelefonen entspricht, eine andere Gruppe wurde unter den gleichen Rahmenbedingungen keiner Strahlung ausgesetzt. Die Studienteilnehmer der ersten Gruppe brauchten länger, um in die erste Tiefschlafphase zu gelangen, und blieben kürzer in der tiefsten Phase. Die Forscher vermuten, dass die Strahlung das Stresssystem des Gehirns aktiviert und dadurch Menschen konzentrierter werden lässt, was zu Schlafproblemen führt. Die Methodologie der Studie wurde zwar unter anderem von den Auftraggebern kritisiert, andere Studien über dieses Phänomen kamen jedoch zu ähnlichen Ergebnissen. EB
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