ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2008Kommentar: Telematik-Hybris
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Wie die Kommunikation zwischen Ärzten mithilfe der Chipkarte ohne zentrale Datenspeicher maß- und sinnvoll verbessert werden kann, hat Wilfried Deiß in diesem, für jeden Interessierten nachvollziehbaren Kommentar gezeigt. Wenn uns dennoch die Lösung mit zentralen Rechnern aufgezwungen werden soll, dann ist dies der herrschenden Telematik-Hybris sowie dem Einfluss aus dem Innenministerium und BKA zuzuschreiben. Angesichts jüngst erreichter Fortschritte bei der staatlich lizenzierten Sortierung des Menschenmaterials wird es nicht lange dauern, bis Versicherungskonzernen Zugriff auf die Daten gewährt wird. Was sich z. B. die AOK hier als optimale Lösung vorstellt, hat sie anlässlich der Ausschreibung einer flächendeckenden hausarztzentrierten Versorgung ihrer Versicherten in Baden-Württemberg kundgetan: „ . . . Anbindung über ISDN bzw. DSL zur einheitlichen Steuerung von Abrechnungs-, Verordnungs- und Informationsprozessen“. Verhalten von Patienten und Ärzten zentral überwachen und motivierend eingreifen, heißt das Zukunftsprojekt. Wer dieses Horrorszenario nicht will, hat jetzt noch eine Chance, seinen Teil zur Rettung der Datenhoheit von Arzt und Patient beizutragen.
Dr. med. Heinrich Gundert, Nelkenweg 4,
73765 Neuhausen auf den Fildern
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