ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2008Angelika Prehn: Rücktritt als Vorstand des Hausärzteverbands

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Angelika Prehn: Rücktritt als Vorstand des Hausärzteverbands

Dtsch Arztebl 2008; 105(9): A-463 / B-413 / C-407

Rieser, Sabine

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Angelika Prehn Foto: KV Berlin
Angelika Prehn
Foto: KV Berlin
Dass es für Hausärztinnen und Hausärzte, die dem Vorstand einer Kassenärztlichen Vereinigung (KV) angehören, ungemütlicher werden würde, ließ der Hausärztetag im September erahnen. Damals stellte der scheidende Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Rainer Kötzle, klar: „Die Zukunft der Hausärzte liegt nicht im KV-System. Jeder, der das bestreitet, tut dies nicht im Interesse der Hausärzte.“

Dr. med. Angelika Prehn (62), Vorstandsvorsitzende der KV Berlin und Vorsitzende des Hausärzteverbands Berlin-Brandenburg, bestreitet es. Sie gebe „der Einheit der Vertragsärzteschaft in ihrer Gesamtheit und so, wie sie sich idealerweise auch in der KV widerspiegeln sollte, den Vorrang“, schrieb sie am 12. Februar. Da teilte Prehn dem Hausärzteverband mit, dass sie ihren Vorsitz niederlege.

Auch in Berlin sind neue Zeiten angebrochen. Vor Kurzem haben AOK, IKK und die Hausärztliche Vertragsgemeinschaft einen Vertrag zur hausarztzentrierten Versorgung abgeschlossen. Prehn hat ihn kritisiert, unter anderem, weil Hausärzte, die teilnehmen wollen, sehr viele Patienten in Chronikerprogramme einschreiben müssen. Zudem sieht er die Möglichkeit vor, das Gesamtbudget der KV zu bereinigen.

Prehn ist überzeugt davon, dass solche Verträge die KV schwächen und vor allem die Hausärzte spalten. Daraus hat sie nun die Konsequenzen gezogen. Sabine Rieser
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