ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2008Vertrag KVB/IKK-Direkt: Punktwert zwischen 5,11 und sechs Cent

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Vertrag KVB/IKK-Direkt: Punktwert zwischen 5,11 und sechs Cent

Dtsch Arztebl 2008; 105(10): A-489 / B-445 / C-433

Rieser, Sabine

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LNSLNS Einen neuartigen Vertrag für die ambulante ärztliche und psychotherapeutische Versorgung von Versicherten in Bayern haben die Krankenkassen IKK-Direkt und die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) rückwirkend zum 1. Januar 2008 abgeschlossen. Er sieht vor, dass die Arbeit von Ärzten und Psychotherapeuten auf der Basis der Leistungsbeschreibungen im jetzigen EBM in der Regel mit 5,11 bis sechs Cent pro Punkt vergütet wird. Die Vereinbarung gilt bis 1. April 2009.

Der Vorstandsvorsitzende der KVB, Dr. med. Axel Munte, lobte den neuen Vertrag: „Er verschafft dem System zum ersten Mal seit Jahren wieder eine Insel der Kalkulierbarkeit.“ Für alle strukturvertraglich geförderten Leistungen und Präventionsleistungen zahlt die IKK-Direkt sechs Cent, darüber hinaus zwischen 5,11 und sechs Cent. Davon ausgenommen sind nach Angaben von Munte allerdings Leistungen, die bayernweit und für alle Kassen einheitlich aus qualitativen Gründen gezielt mit niedrigeren Punktwerten vergütet werden. Denn wenn in Bayern bestimmte Qualitätsanforderungen in Bereichen wie Mammografie, Sonografie oder Koloskopie nicht erfüllt werden, bekommen die Ärzte weniger Geld.

Man wolle nicht länger seine Kopfpauschale „im großen Topf der allgemeinen Honorarverteilung versenken“, erläuterte Ralf Hermes, Vorstandsvorsitzender der IKK-Direkt, sondern die eigene Leistung durch attraktive Punktwerte sichtbar machen. Mit der KVB wurde eine Art Ausgabenkorridor vereinbart. Die KV will die Mengenentwicklung im Auge behalten. Umgekehrt sorgt die IKK-Direkt dafür, dass nach dem Wegfall der Kopfpauschalenzahlungen eine gewisse Honorarsumme nach Bayern fließt. Rie
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