ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2008Morbi-RSA: Worauf warten wir noch?
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Ab 2009 soll die zunehmende Morbidität zu mehr Kassenarzthonorar führen. Gut. Die Zunahme muss aber nachgewiesen werden, genau wie der gestiegene Behandlungsbedarf. In der GOÄ gibt es da keine Unklarheiten, jede erbrachte Leistung ist nachvollziehbar dokumentiert. Was aber schreibt der Gesetzgeber vor? EBM-Pauschalen, die so undurchsichtig sind wie der Londoner Nebel und keinerlei Durchblick im Leistungsgeschehen mehr erlauben. Absicht? Warum musste der mit Millionenaufwand über Jahre und unter anhaltenden schmerzhaften Wehen geborene EBM 2000plus nach kurzer Zeit wieder verschwinden, obwohl er die Leistungen besser erfasste? Wie viel Geld und Manpower wurde aufgewendet, um diese Gebührenordnung zu inszenieren? Er hat doch die Unterfinanzierung von 30 Prozent bewiesen – und was hat es genutzt? Warum soll der EBM 2008 geeigneter sein, kassenärztliche Interessen durchzusetzen? Warum werden wir gezwungen, auf 30 Prozent Honorar zu verzichten, während alle Krankenkassenangestellten und Vorstände volles Gehalt bekommen? Geld für Yogakurse und ähnlichen Schnickschnack ist auch genug vorhanden. Wir wären mit einer leicht modifizierten GOÄ und einem Faktor von 1,5 super zufrieden gewesen: das hätte einen winzigen Bruchteil der Kosten des EBM 2000plus/2008 erfordert und so gut wie keinen Schulungsbedarf . . . Also, worauf warten wir noch?
Dr. med. Henning Fischer, Scharnhorststraße 25, 32052 Herford
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