ArchivDeutsches Ärzteblatt16/1997Ärztekammer Hessen befürchtet Einbrüche im Reha-Bereich

POLITIK: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

Ärztekammer Hessen befürchtet Einbrüche im Reha-Bereich

Korzilius, Heike

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LNSLNS FRANKFURT/M. Die Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen hat in einer Stellungnahme im Zusammenhang mit den Sparmaßnahmen des Gesundheitsstrukturgesetzes vor einer folgenschweren Verwechslung von Rehabilitation und Kur gewarnt. Die Rehabilitation sei Teil der unmittelbaren medizinischen Behandlung und diene dazu, einen Patienten wieder ins Berufsleben zu integrieren oder ihm den Aufenthalt in einem Pflegeheim zu ersparen. Einsparungen im Reha-Bereich seien deshalb nicht indiziert.
Da in vielen hessischen Kliniken gleichermaßen Reha- und Kurbehandlungen angeboten würden, stehe aufgrund der durchaus diskussionswürdigen Einsparungen im Kurbereich zugleich der gesamte Bereich der medizinischen Rehabilitation mit auf dem Spiel. In den kommenden Monaten müsse mit einem dramatischen Anstieg von Kündigungen, aber auch von Konkursen und Betriebsschließungen gerechnet werden. Davon werde Hessen im Bundesdurchschnitt über die Maßen betroffen sein, da das Land mit 42 Reha- und Kurbetten auf 100 000 Einwohner, gefolgt von Schleswig-Holstein (38 Betten auf 100 000 Einwohner), die höchste Bettendichte im Bundesgebiet habe. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 22 Betten auf 100 000 Einwohner. HK
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