ArchivDeutsches Ärzteblatt16/1997Mangelhafter Impfschutz kritisiert

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Mangelhafter Impfschutz kritisiert

EB

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LNSLNS KÖLN. "Die Impfmüdigkeit der Deutschen im Zeitalter von Globalisierung, offenen Grenzen und Fernreisen ist erschreckend", so Dr. med. Karsten Vilmar, Präsident der Bundes­ärzte­kammer, anläßlich des Weltgesundheitstages, der am 7. April unter dem Motto "Alte und neue Infektionskrankheiten - die unterschätzte Gefahr" stattfand. 1996 starben nach Angaben der Bundes­ärzte­kammer weltweit rund 55 Millionen Menschen an den Folgen von Infektionskrankheiten. Dabei spielten neben "neuen" Erkrankungen wie AIDS, Hepatitis B und C oder dem Ebola-Fieber auch altbekannte Krankheiten wie Malaria, Tuberkulose, Cholera, Kinderlähmung und Diphtherie eine Rolle. In den Staaten der ehemaligen Sowjetunion seien zwischen 1990 und 1996 rund 4 000 Menschen an den Folgen einer Diphtherie-Epidemie gestorben. Auch in Deutschland wurden mehrere Diphtheriefälle registriert.
Wie die Kammer weiter mitteilt, haben in Deutschland jedes fünfte Kind und fast jeder zweite Erwachsene keinen ausreichenden Impfschutz. Ein weiterer Grund für die Verbreitung von Infektionskrankheiten sei der übermäßige Einsatz von Antibiotika bei der Behandlung von Infekten. EB
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