ArchivDeutsches Ärzteblatt16/1997WHO: Durchbruch bei Bekämpfung der Tuberkulose

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WHO: Durchbruch bei Bekämpfung der Tuberkulose

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LNSLNS BERLIN. Der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) ist bei der weltweiten Bekämpfung der Tuberkulose nach eigenen Angaben ein Durchbruch gelungen. Mit dem Einsatz eines neuartigen Therapieprogramms könne die Zahl der Todesfälle in den kommenden zehn Jahren um zehn Millionen gesenkt werden, erklärte die WHO in Berlin.Weltweit würden jährlich rund acht Millionen neue TuberkuloseErkrankungen und drei Millionen Todesfälle registriert. 95 Prozent der Fälle träten in Entwicklungsländern auf.
Das sogenannte DOTS-Programm verbinde die Mehrfachkombination von Arzneimitteln mit einem Gesundheitsmanagement, zu dem vor allem die regelmäßige Beobachtung der Patienten gehöre. Feldversuche in einigen Dutzend Ländern hätten gezeigt, daß das Programm überall eingesetzt werden könne und Heilungschancen von 85 Prozent oder mehr verspreche, erklärte die WHO. In den wirtschaftlich schwachen Ländern verursache der Einsatz von DOTS pro Patient Gesamtkosten von umgerechnet rund 170 DM.
Neben den Entwicklungsländern sind laut WHO vor allem die Staaten Osteuropas und der früheren Sowjetunion von Tuberkulose-Epidemien betroffen. In Deutschland sterben jährlich rund 1 000 Menschen an der Infektionskrankheit, die sich nach Angaben des Berliner Robert Koch-Instituts vor allem durch Zuwanderer aus den Infektionsgebieten und durch Reisende verbreitet. afp
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